Längst keine Überraschung mehr: China steht Videospielen nur sehr kritisch gegenüber und verteufelt sie zunehmend. Und das, obwohl Online-Spiele in China wichtig für den Markt sind und Geld in die Kassen des Staates spielen. 210 Millionen Internet-Nutzer sollen regelmäßig Online-Spiele konsumieren.

Im Rahmen der Sendung "Confession of a Murderer - Focus on Pornography and Violence in Online Games" wurde ein anonymer Insasse eines Jugendgefängnisses in Beijing von CCTV befragt, der wegen Mordes zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wurde. Der Jugendliche packte gegenüber den TV-Sender aus und verriet, dass er angeblich den Mord nur begangen habe, um an virtuelle Items für ein Online-Spiel zu kommen.

Der TV-Sender berichtete: "Dieser Junge tötete insgesamt fünf Menschen. Der Grund dafür ist auf Online-Spiele zurückzuführen. Bis zu 8o Prozent der Insassen dieses Jugendgefängnisses sitzen wegen Online-Spielen hier."

Medien in China hetzen schon länger gegen Videospiele. Besonders das chinesische Staatsfernsehen CCTV macht dort keine Ausnahme, denn bereits in der Vergangenheit wurde über ein 14-jähriges Mädchen berichtet, das wegen eines Online-Tanzspieles Sex mit Leuten hatte, die sie in dem Spiel antraf. Ein ebenso häufiges Thema sind Drogen, die angeblich hauptsächlich dafür verwendet werden, um längere Spielsessions durchhalten zu können.