Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel E. Fischer forderte ein Verumummungsverbot im Internet. Er kritisiert, dass man sich in Internetforen mit Fantasienamen austauscht.

Fischer ist der Vorsitzende der Enquete-Kommission des Bundestags zu den Themen Internet und digitale Gesellschaft. Gegenüber der Badischen Neuesten Nachrichten sagte er, es könne nicht sein, dass sich Bürger hinter selbstgewählten Pseudonymen verstecken und sich so der Verantwortung entziehen würden.

Das sei für den demokratischen Entscheidungsprozess wesentlich und der zum 1. November eingeführte neue Personalausweis biete eine „ideal Möglichkeit, sich im Internet zu identifizieren.“

Vom gegnerischen Lager, der SPD, wird dies kritisiert, wie der netzpolitische Sprecher der SPD, Björn Böhning, kommentiert: „Die CDU offenbart mal wieder, dass sie das Internet nicht verstanden hat.“ Dass die Verwendung eines Nicknames eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstelle, sei eine absurde Vorstellung. Laut Böhning steht die SPD „grundsätzlich für den Erhalt solcher Nickname-Profile ein.“

Ein ganz ähnliches Vorhaben hatte auch schon Blizzard mit der Real-ID geplant. Später wurde das allerdings wieder verworfen.