Im Rahmen der gamescom veröffentlichte die CDU/CSU eine Pressemitteilung, deren Inhalt nach den vergangenen Killerspiel-Debatten doch sehr überrascht.

"Die Politik muss den interaktiven Spielen noch mehr Beachtung schenken. Jeder Dritte Deutsche spielt Computer- oder Konsolenspiele, immer mehr nutzen direkt das Internet. Interaktive Spiele sind ein bedeutendes Kultur- und Wirtschaftsgut", heißt es in der Mitteilung.

Man möchte die erfolgreiche Entwicklung in der Enquete-Kommission "Internet und Digitale Gesellschaft" untersuchen und gleichzeitig Empfehlungen für die weitere Unterstützung und Förderung geben.

In der Enquete-Kommission habe man sich bereits mit der Stärkung der Medienkompetenz beschäftigt: "Ein Schwerpunkt lag dabei auf Serious Games, bei denen die Wissensvermittlung im Vordergrund steh. Diese Spiele sollten noch umfassender in Schule und Ausbildung integriert werden. Dies darf nicht an der Geräteausstattung der Schülerinnen und Schüler scheitern. Browser- und Online-Games können dazu beitragen."

Daher sei es richtig, dass die Bundesregierung mit dem Deutschen Computerspielpreis die Aufmerksamkeit für hochwertige interaktive Spiele insgesamt stärke.

Die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ wurde im März 2010 vom Deutschen Bundestag eingesetzt und im Mai 2010 konstituiert. Ihr gehören 17 Abgeordnete und 17 Sachverständige an. Die Enquete-Kommission untersucht die Chancen und Herausforderungen des Internets und der digitalen Gesellschaft.