Der Bundesrat hat am 13. Juni dem ersten Gesetz zur Änderung des Jugendschutzgesetzes zugestimmt. Ziel dieser Änderung ist es Kinder und Jugendliche noch effektiver vor "gewaltbeherrschten Computerspielen" zu schützen. Umgesetzt werden soll dieses durch eine massive Erweiterung der Indizierungsliste.

So unterliegen diesen Beschränkungen zukünftig auch Trägermedien die "besonders realistische, grausame und reißerische Darstellungen selbstzweckhafter Gewalt beinhalten, die das Geschehen beherrschen" enthalten.

Weiterhin werden auch Medien indiziert die: "Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden" oder in denen "Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahegelegt wird".

Zusätzlich soll die Größe der USK/FSK Anzeigen auf den Hüllen erheblich vergrößert werden. Dies führt zu allem zu Protesten der Videobranche die darin keinen größeren Schutz sehen sondern nur größere Kosten. Ferner wird befürchtet das manche Begriffe in dieser Gesetzesänderung zu vage wären, und mit Hilfe von Gerichten präzisiert werden müssten.