Buddhistische Mönche haben eine pazifistische Denkweise und leben und pflegen ihre alten Traditionen. Daher sollte man denken, dass Mönche mit Videospielen nichts anfangen können. Trinley Dorje ist der 17. Karmapa Lama und der höchste Lama der Karma-Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus. Er sieht in Videospielen eine Art von emotionaler Therapie.

"Ich sehe Videospiele als eine Art von emotionaler Therapie an. Wir alle haben Emotionen, egal ob man Buddhist ist oder nicht. Alle von uns haben frohe Emotionen, traurige Emotionen, verärgerte Emotionen und müssen einen Weg finden, um mit ihnen umgehen zu können, sobald sie entstehen.", so Trinley Dorje.

Weiter sagte er: "Für mich kann es daher machmal eine Erleichterung und eine Art von Dekompression sein, Videospiele zu spielen. Falls ich negative Gedanken oder negative Gefühle habe, sind Videospiele ein Weg, meine Energie im Kontext der Illusion des Spieles abzubauen. Danach fühle ich mich besser."

Für ihn seien Videospiele aber auch ein Weg, seine Aggressionen virtuell herauszulassen, um sie später nicht auf anderem Wege anzuwenden. So erklärte er, dass er seine Aggressionen durch Videospiele besser in den Griff bekommt und seine Wut nicht an einem Menschen in der Realität auslassen muss.