Die Zahl der illegalen Musikdownloads ist im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich zurückgegangen, Musik bleibt aber weiterhin der beliebteste Inhalt im Internet.

Zur Brennerstudie 2010 des Bundesverbandes Musikindustrie, wurden 10.000 Deutsche ab 10 Jahren zu ihren Gewohnheiten bezüglich Musikkopien und Musikdownloads befragt. Es stellte sich heraus, dass der typische Filesharer männlich und 20-39 Jahre alt ist.

Dadurch widerlegt die Studie die Auffassung, dass vor allem Kinder und Jugendliche sich illegal Musik besorgen. So würde im Alter zwischen 10 und 19 Jahren nicht einmal jeder zehnte Jugendliche (9 Prozent) das illegale Angebot nutzen.

Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Zahl der Downloader allerdings zurückgegangen. Waren es 2008 noch 3,8 Millionen Nutzer, so kommt man in 2009 auf 2,9 Millionen. Die gesamte Zahl der illegalen Musikdownloads sank ebenfalls von 316 Millionen in 2008 auf 258 Millionen in 2009.

„Der Versand von Abmahnungen zeigt hier eindeutig Wirkung. Zwar würden wir viel lieber flächendeckend zunächst Warnhinweise versenden. Das ist aber ohne die Kooperation der Internet Service Provider nicht möglich“, so Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie.

Dafür ist das Wissen über das Recht und Unrecht des Musiktausches klar vorhanden. Über 90 Prozent gaben jeweils an, dass das Anbieten bzw. zugänglich machen von Musik über P2P-Netzwerke, Sharehoster, Newsgroups, Blogs und Foren illegal ist.

Teile der Studie sind als PDF-Datei verfügbar.