Die Brasilianer hinken in der Videospielkultur nicht nur etwas hinterher, sondern sind auch strikt gegen anstößige Spiele. Wer bisher gedacht hat, dass man in Deutschland und auch Australien schon die härtesten Fälle von Zensuren vorfindet, liegt falsch. Die brasilianischen Politiker sagten jetzt den Videospielen den Kampf an und gehen sogar so weit, dass deren Besitz eine Straftat darstellen kann.

Dazu wurde vom Senator Valdir Raupp ein neues Gesetz gegen Videospiele eingereicht, das sich kurz vor seiner Durchsetzung befindet. Darin heißt es, dass die Herstellung, der Verkauf, der Import und aber auch der Besitz von Videospielen verboten sind, die die persönlichen Traditionen, den Glauben, Symboliken und auch Religionen der Kunden angreifen bzw. beeinträchtigen.

Das Gesetz wurde von der Bildungskommission des Senats bereits akzeptiert und dem Komitee für Verfassung und Justiz vorgelegt. Erwartet werden Haftstrafen von bis zu drei Jahren. Bisher ist noch unklar, welche Spiele darunter fallen, doch Grand Theft Auto 4 wäre ein potentieller Kandidat.