Der ehemalige Epic-Mitarbeiter Cliff Bleszinski äußerte sich zu Electronic Arts' Vorhaben, künftig in allen Spielen Mikrotransaktionen anbieten zu wollen.

Laut CliffyB habe Valve viele Jahre gebraucht, bis Steam einen solch großartigen Zustand wie heute erreichte. Und das scheine jeder zu vergessen, der EA für Origin kritisiere bzw. dafür, dass sie einen eigenen Online-Dienst auf die Beine stellen wollen.

"Und wisst ihr was? Trotz des ganzen Aufruhrs kauften die Leute dennoch jede Menge davon (ich habe die Zahlen gesehen). Wenn ihr EA nicht mögt, dann kauft ihre Spiele nicht. Wenn ihr ihre Mikrotransaktionen nicht mögt, gebt kein Geld dafür aus. So einfach ist es", schreibt er.

Bei EA würden viele clevere Leute arbeiten, die all diese Dinge nicht versuchen würden, wenn sie nicht funktionieren würden. Doch es funktioniere. Und er könne versichern, dass ganze Teams von Analysten existieren, die die Zahlen hinter dem Verhalten der Kunden genauer untersuchen - nämlich wie der Spieler sein Geld ausgebe.

Jene Spieler, die sich über derartige Dinge aufregen würden, stellen nur eine lautstarke Minderheit dar. Der durchschnittliche Spieler aber, der jährlich sein Madden oder GTA kaufe, wisse nichts davon und es interessiere ihn auch nicht. Er habe kein Problem damit, ein Dollar mehr in ein Spiel zu investieren.

Wenn man zudem die Inflation berücksichtige, seien Spiele (aus der Sicht der Kunden) heutzutage so "günstig" wie nie zuvor. Das alte Geschäftsmodell entwickele sich weiter, wachse oder sterbe. Das wisse jetzt noch niemand. Free-to-Play aber bleibe definitiv bestehen, während jeder Entwickler versuche, das Rätsel des neuen Modells zu lösen. Zudem müsse jedes Konsolenspiel einen laufenden Fluss an DLCs haben, da es sonst ausgeliehen oder eingetauscht werde.

Wie CliffyB weiter schreibt, seien Publisher eben Unternehmen, die Geld verdienen müssen, sie tun das wegen des Profits. Sie existieren einzig aus dem Grund, um Spiele zu produzieren, zu vermarkten und zu veröffentlichen, um Geld zu verdienen. Erst danach komme für sie die Anerkennung.

Sollten Unternehmen an der Börse sein, müssen sie sich mit ihren Aktionären austauschen bzw. viel Geld verdienen, um den Wert der Aktien zu steigern: "Wenn ihr die Spiele oder die Verkaufsmethoden nicht mögt, dann gebt euer Geld nicht dafür aus. Ihr entscheidet mit euren Dollars darüber."