Eine CD geht nicht kaputt - sie geht dahin. Oder wie war das? Jedenfalls herrscht die Meinung vor, Daten auf CD's wären vor alterbedingten Schäden gefeit. Anders als die alten VHS-Bänder oder ähnlich archaische Speichermedien sollen auch selbst gebrannte CD's ein Leben lang halten. Sofern man sie nicht gerade mit einem Schraubenzieher oder ähnlichem bearbeitet.

Der Physiker und Experte für Speichermedien Kurt Gerecke von IBM Deutschland sieht das etwas anders. Gerade besonders günstige Rohlinge könnten durchaus bereits nach zwei Jahren unlesbar werden. Grund ist Materialverschleiß der Schicht (CD's bestehen aus mehreren Schichten), die für die Speicherung der Daten verantwortlich ist. Selbst qualitativ hochwertige Rohlinge halten laut Gerecke nicht länger als fünf Jahre.

Sollte der Experte Recht behalten, dürften sich schon bald einige Anwender mächtig ärgern. Denn mittlerweile sind besonders Hobbyfilmer dazu über gegangen, alte VHS-Aufnahmen mit Hilfe von CD's zu archivieren. Auch die Speicherung wichtiger Daten über mehrere Jahre wird dadurch zu einem Problem. DVD-Rohlinge weisen übrigens die gleichen Schwächen auf, da die Technik nahezu identisch ist.

Abhilfe schafft laut Gerecke nur die Verwendung von Magnetbändern, die allerdings in Preis und Anwenderfreundlichkeit nicht mit den CD's konkurrieren können. Wer keine Kosten und Mühen scheut, muss sich dann zwischen 30 und 100 Jahre keine Sorgen mehr um seine Daten machen. Dem Rest - und damit der überwältigenden Mehrheit der Anwender - kann nur hoffen, oder regelmäßig seine CD's und DVD's auf neue Rohlinge brennen.