Kein Scherz! Nach einer misslungenen Kickstarter-Kampagne für Bible Chronicles: The Call of Abraham glaubt Phoenix Interactive, dass Satan höchstpersönlich seine dämonischen Schergen in den Kampf gegen das Entwicklerstudio geschickt hat.

Aktuelles - Bibel-Spiel-Entwickler glaubt, sich im Kampf gegen Satan zu befinden

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Bible Chronicles: The Call of Abraham konnte lediglich 19.000 Dollar sichern (Bild von phoenixinteractivestudios.com)
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Kickstarter-Kampagnen, die scheitern, gibt es wie Sand am Meer. Der Prozentsatz an erfolgreichen Kampagnen sollte beileibe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nicht jede Kampagne in die Soll-Zone schafft, um schlußendlich finanziert zu werden. Betroffene suchen die "Schuld" oftmals bei sich selbst. Lag es am Produkt? An der PR? Doch nicht so 'Bible Chronicles: The Call of Abraham'-Entwickler Phoenix Interactive - Satan höchstpersönlich ist der Übeltäter dafür, dass man bei der Kickstarter-Kampagne lediglich 19.000 von den geforderten 100.000 Dollar einnehmen konnte.

"Davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt", so Richard Gaeta, Mitbegründer von Phoenix Interactive aus Bakersfield, Kalifornien, einer ärmlichen Gegend, in der viele ihr Heil in der Religion suchen.

So ist auch Ken Frech, der religiöse Mentor des Projektes fest davon überzeugt, dass Satan seine dämonische Streitmacht zusammengetrommelt haben muss, um dieses Projekt zu sabotieren - ein untrügliches Zeichen dafür, dass Phoenix Interactives Spiel eine Bedrohung für den Belzebub darstellt. Zwar glaube niemand mehr heutzutage noch an Dämonen, doch die Evangelienberichte seien wahrhaftig, und niemand könne vor der Realität davonlaufen.

Tatsächlich glauben Gaeta und sein Geschäftspartner Martin Betram fest daran, dass Gott die Erde erst vor 6000 Jahren erschaffen habe, und dass Evolution so nie stattgefunden hat.

Trotz allem wollen Gaeta und Bertram Bible Chronicles: The Call of Abraham nicht als seliges Spiel anpreisen, das eine rein positivistische Auslegung darstellen soll. Man wolle die Geschichte Abrahams so darlegen, wie sie tatsächlich wahr: Als ein Ereignis zu einer Zeit, die voller Dunkelheit war. So wolle Gaeta die Geschichte im korrekten Kontext erzählen und aufzeigen, dass auch falsche Dinge geschehen sind, Dinge, die nicht guter Natur waren.

Da man das Spiel jedoch auch Kindern zugänglich machen wolle, habe man beschlossen, Themen wie Homosexualität in Sodom nicht direkt anzusprechen. Sodom wurde aufgrund ihrer ausschweifenden Gesellschaft von Gott laut der Bibel ausgelöscht. So halte sich das Team auch an das Alte Testament, was die Darstellungen anbelangt.

In Bible Chronicles: The Call of Abraham, einem Action-RPG, wird man ein Mitglied von Abrahams Gruppe sein, man spielt also nicht Abraham selbst. Vielleicht soll dies dabei helfen, die biblischen Ereignisse mehr aus der Beobachterrolle zu betrachten. Durch das Spiel wolle man mehr Menschen für die Bibel und Gottes Wort begeistern. Es gelte, das Interesse der Menschen wieder zu wecken.

"Wir haben die Hoffnung, dass dieses Spiel die Leute berühren wird, und dass es die Lust weckt, mehr über die Bibel und Gottes Wort zu erfahren", so Bertram. "Einige Leute werden davon berührt werden. Andere werden einfach nur das Spiel genießen, und damit hat es sich für sie schon."

Das Team verurteile nicht generell Spiele, sonst würde man nicht selbst ein Spiel entwickeln, doch Spiele wie Grand Theft Auto 5 sehe man als Beispiel dafür, wie Satan vorgehe. Gerade Grand Theft Auto 5 sei weniger eine Parodie der Gesellschaft, sondern eine Norm der Unterhaltungsindustrie. "So haben wir alle erfahren, wie Satan vorgeht. Dadurch entfernen wir uns nur noch weiter von Gottes Königreich, indem wir diese Dinge akzeptieren", so Gaeta.

Bertram fügt hinzu, dass es nicht nur um den Inhalt von Grand Theft Auto 5 gehe, denn in gewisser Weise geht es auch in Bible Chronicles: The Call of Abraham um Themen wie Massenmord, Vergewaltigung, Inzest und Kindsmord. Doch es sei der Kontext, in dem das alles präsentiert werde.

"In einem Spiel wie Grand Theft Auto 5 geht es rein darum, soviel Spaß wie möglich zu haben, und das auf Kosten anderer, deren Eigentum man zerstört, und der Frauen, die man für eine Nacht benutzt. Es glorifiziert all diese Dinge. Wohingegen die Gewalt, die Dinge, die vor allem mit Sodom geschahen, eher Tragödien waren."

Für die Macher ist ihr Spiel von Gott abgesegnet. Spiele wie Grand Theft Auto 5 dagegen, sind das untrügliche Zeichen der Endzeit.

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