Bündnis 90/Die Grünen sprechen sich klar gegen die von den Ländern beschlossene Rundfunkgebühr für internetfähige PCs aus. Ein Alternativ-Modell einer technikneutralen Mediengebühr wäre sinnvoller, so die Grünen.

Ein internetfähiger PC sei noch lange nicht rundfunkempfangsfähig, vor allem ein mit Modem ausgestatteter PC. Selbst ein höherwertiger Internetanschluss könne bisher bei weitem nicht an die Qualität eines herkömmlichen Rundfunkprogramms heranreichen. Das mache die geplanten Gebühren zum jetzigen Zeitpunkt ungerechtfertigt.

Deshalb fordern die Grünen, die Einführung der PC-Gebühr bis Ende 2008 aufzuschieben. Diese Zeit solle man nutzen, um " ein modernes Gebührenmodell" zu erarbeiten, "das die Konvergenz der Medien berücksichtigt und sich nicht an immer neuer Empfangstechnik orientiert. (...) Wir plädieren deshalb seit langem für eine Mediengebühr pro Haushalt, unabhängig vom jeweiligen Gerät. Nicht nur PCs mit Breitbandanschluss, sondern auch UMTS-Handys oder andere Mobilempfänger sind zukünftig rundfunkempfangsfähig"

Allerdings müssten die Öffentlich-Rechtlichen sich dazu verpflichten, ihre Gebühren medienübergreifend einzusetzen und im Internet attraktive Programme bereitzuhalten.