Lange Zeit wurde nur diskutiert, geprüft und wieder verworfen. Jetzt setzte Brendan O'Connor, Australiens Minister of Home Affairs, dem Justizminesterium eine Deadline: Bis Juli muss geklärt werden, ob eine R18-Einstufung von Videospielen in Kraft gesetzt wird.

Im Gespräch mit ABS News gab O´Connor an: "Wir werden zur Lachnummer der entwickelten Welt! Wir sind das einzige Land, das keine ab-18-Einstufung für Videospiele hat. Ich sage voraus, dass, wenn es keinen Konsens diesbezüglich gibt, das Commonwealth sicherlich seine Optionen prüft. Wir können nicht weiter auf ein veraltetes Klassifizierungssystem bauen, das, meiner Ansicht nach, jungen Leuten schadet!".

In Australien gibt es tatsächlich maximal die Videospieleinstufung 'MA15+'. Titel, die von der zuständigen Behörde als 'nicht zumutbar für 15-Jährige eingestuft werden, erhalten keine Freigabe und kommen damit schlichtweg nicht auf den Markt; sind also vom Verkauf ausgeschlossen.

Aktuelles - Australiens R18-Einstufungsfrage geht in die letzte Runde

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"Ich werde es damit nicht bewenden lassen, weil es zu wichtig ist, um einer oder zwei Gerichtsbarkeiten zu erlauben, die restlichen Gerichtsbarkeiten davon abzuhalten, eine wichtige Reform voranzutreiben. Aber ich würde es doch sehr vorziehen, einen Konsens im Juli erreicht zu haben.", so O'Connor.

Erst vor wenigen Tagen fechtete Publisher Warner Bros. Interactive Entertainment das Urteil an, dass Mortal Kombat 9 nicht in Australien verkauft werden darf. Auf Grund der anhaltenden Diskussion über die Altersfreigabe von Spielen, wurde der Antrag abgelehnt. Möglicherweise gibt es ja ab Juli dieses Jahres Einigkeit und Entwickler NetherRealm kann sein Werk endlich auf dem australischen Markt anbieten.