Australien ist sich weiter uneinig, ob eine R18+ Alterseinstufung für Videospiele eingeführt werden soll oder nicht. Gestern hätte eine Entscheidung fallen können, doch das Standing Committee of Attorneys-General (SCAG) kam nicht zu einem Urteil und benötigt stattdessen noch mehr Zeit.

Zwar ist der größte Gegner dieses Vorgehens nicht mehr im Amt (Michael Atkinson), dennoch wurde man sich nicht einig. Damit die Umsetzung dieser "Ab 18"-Freigabe ermöglicht werden kann, muss eine Einstimmigkeit erreicht werden. Wie australische Medien berichten, stimmten John Rau, Attorney-General Südaustralien, und Christian Porter, Attorney-General Westaustralien, dem Vorhaben nicht zu.

Wie ein Sprecher mitteilte, benötige man mehr Zeit, um die Situation genauer einschätzen zu können. Ganz abgelehnt wurde es also nicht, weshalb australische Spieler immer noch hoffen können. Die nächste Sitzung soll Anfang 2011 erfolgen.

Die höchste Alterseinstufung in Australien ist MA15+, welches mit der "Ab 16"-Freigabe der USK zu vergleichen ist. Wird ein Spiel höher eingestuft, darf es nicht mehr zum Verkauf angeboten werden. Eine Umfrage mit 58.400 Australiern hat ergeben, dass 98,4 Prozent für die neue Altersfreigabe sind.