Lange mussten australische Gamer warten, doch heute wurde offiziell ein Gesetz verabschiedet, wodurch im Land die Alterseinstufung "R18+" für Videospiele eingeführt wird. Bis die ersten Spiele davon Gebrauch machen können, wird es aber noch etwas dauern.

Die höchstmögliche Alterseinstufung für Videospiele in Australien lag bislang bei MA15+ (ab 15 Jahren), obwohl für Filme bereits ein "R18+"-Label (ab 18 Jahren) existiert. Dadurch laufen vor allem gewalthaltige Titel Gefahr, aus dem Handel verbannt zu werden, falls nicht schon die Publisher von vornherein auf eine Veröffentlichung verzichten.

Der bis Anfang 2010 im Amt gewesene australische Attorney General Michael Atkinson war der größte Gegner einer solchen Einstufung für Videospiele. Eine Befragung der Regierung machte später deutlich, dass die eindeutige Mehrheit der Bevölkerung (98 Prozent) dafür war, was den Weg für den Gesetzesentwurf ebnete.

Da die Klassifizierung den einzelnen Staaten überlassen bleibt, müssen diese jeweils nun noch ein eigenes Gesetz verabschieden, um die Regulierung sicherzustellen. Sollte es hier keine weiteren Verzögerungen geben, könnten ab dem 1. Januar 2013 die ersten Spiele mit R18+ ausgezeichnet werden. Vermutlich werden einige Publisher ihre Spiele, die in Australien nicht freigegeben wurden, dann auch erneut zur Prüfung durch die OFLC (dem australischen Pendant zur deutschen USK) vorlegen.