Im letzten Jahr ereignete sich eine Tragödie in den USA. Ein Swatting-Anrufer schickte die Polizei zum Haus eines unschuldigen Mannes, der durch die Beamten erschossen wurde. Dieser Anrufer wird nun vor Gericht gestellt und der fahrlässigen Tötung sowie mehrerer anderer Delikte beschuldigt.

Swatting-Tragödie - Anrufer soll wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden

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Swatting wird zu einem gefährlichen Trend.
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Der 25jährige Tyler Barriss wurde am 28. Dezember 2017 von einem Call-of-Duty-Spieler mit dem Nick "Baperizer" benachrichtigt und beauftragt, einen Swatting-Anruf bei der Polizei durchzuführen. Der Auslöser dafür war ein verlorenes Match und eine hitzige Diskussion mit seinem Mitspieler "Miruhcle", der "Baperizer" eine Adresse schickte. Demnach sollte er sich ihm Mann gegen Mann stellen, damit sie ihren Streit "klären" können. "Baperizer" beauftragte allerdings Barriss damit, die Adresse mit einem Swatting-Anruf zu belasten, was dieser in der Vergangenheit schon häufiger getan hatte. Er rief die Polizei und erzählte, dass er und seine Familie angeblich an der besagten Adresse als Geiseln gefangen gehalten werden. Seinem Vater hätte der bewaffnete Mann schon eine Kugel in den Kopf verpasst und das Haus mit Benzin getränkt.

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Die Tragödie nimmt ihren Lauf

Die Beamten fuhren sofort zu der Adresse und fanden dort einen Mann vor. Der 28jährige Andrew Finch öffnete die Tür und folgte den verbalen Anweisungen der Beamten. Allerdings griff er dabei laut Aussage der Polizisten zu seinem Gürtel. Einer der Beamten vermutete, dass er nach einer Waffe greifen würde und schoss. Andrew Finch verstarb noch am selben Abend.

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In dem Match von Call of Duty ging es um den Betrag von 1,50 Dollar.
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Im Haus selbst wurden keine Hinweise auf Geiseln gefunden. Finch trug keine Waffe bei sich. Während der Beamte auf unbestimmte Zeit beurlaubt wurde, wird Barriss nun vor dem Gericht der fahrlässigen Tötung beschuldigt. Der Fall ist noch nicht endgültig entschieden. Ihm drohen mehrere Jahre Haft und eine Geldstrafe. Die Kaution für Barriss wurde auf 500.000 Dollar festgesetzt. Andrew Finch hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.