Feministin Anita Sarkeesian, die mit ihrer Doku-Serie Damsel in Distress für Aufsehen sorgte, hat ein Spielkonzept vorgestellt, dass ihrem Bild entspricht.

Als Anita Sarkeesian, eine kanadische Bloggerin und Absolventin der York-Universität, auf Kickstarter die Werbetrommel für ihre geplante Doku-Serie Damsel in Distress rührte und um 6000 Dollar bat, erhielt sie insgesamt knapp 160.000 Dollar.

Dem finanziellen Erfolg auf der einen Seite standen auf der anderen Seite die Anfeindungen der männlichen Spielerschaft gegenüber, die sich durch ihr Vorhaben und ihre feministischen Sprüche angegriffen fühlte. Wie Microsofts ehemaliger Creative Director Adam Orth, der mit seiner "Kommt damit klar"-Aussage die Spieler erzürnte, musste auch Sarkeesian mit extremen Anfeindungen, teilweise in Form von Mordrohungen ankämpfen. Doch sie ließ sich nicht beirren und veröffentlichte bislang bereits drei der zwölf geplanten Episoden.

Sarkeesian ist aber keine knallharte Feministin, die nebenbei noch gegen Spiele in den Krieg zieht, eine Kombination, die sicherlich nicht so selten sein dürfte. Ganz im Gegenteil, teilte sie doch bereits mit, dass sie eine leidenschaftliche Spielerin sei, die sich eben nur am typischen Rollenbild der Frau störe.

Wie sie sich ein Spiel mit einer starken weiblichen Protagonistin vorstellt, zeigte sich jüngst mit einem Youtube-Video zu ihrem Spielkonzept mit dem Titel The Legend of The Last Princess. In der Tat beginnt das Konzept ironisch angehaucht mit Prinzessin, die entführt wird und in Gefangenschaft auf ihren Erretter wartet. Doch der lässt zu lange auf sich warten und so nimmt die Prinzessin ihr Schicksal in die eigenen, manikürten Hände.

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