Die Beliebtheit von Handy-Spielen nimmer immer weiter zu. Angry Birds ist eines der Spiele, die in der letzten Zeit mehr und mehr in den Vordergrund rückten. Erst kürzlich wurden Versionen für Halloween und Weihnachten veröffentlicht - und der Erfolgsfaden reißt noch nicht ab.

Das Spiel der kleinen Finnischen Firma Rovio hat es mittlerweile über den Handybildschirm bis in den Mainstream der Spielewelt geschafft und stellt schon jetzt ein kleines Stück Popkultur dar.

Über alle Plattformen verteilt (inclusive Xbox Live und PlayStation Network) wurde das Spiel jetzt über 50 Millionen mal heruntergeladen. Dabei kommt eine Spielzeit von 200 Millionen Minuten pro Tag (!) zusammen. Um eine Relation zu sehen: Das wäre, als würde ein einzelner Spieler insgesamt 16 Jahre damit verbringen, die putzigen Vögel zu katapultieren.

Die Produktionskosten, die Rovio mit etwa 100.000 Dollar angibt, hat das Spiel damit schon längst wieder in die Kassen gespült.

Aber damit nicht genug. Der kulturelle Einfluss, den das Spiel hinterlässt, ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. So ging unlängst das Foto eines Angry-Birds-Geburtstagskuchens über Twitter um die Welt, den sich ein 8-Jähriger zum Geburtstag wünschte. Weltweit wurden verschiedene Tage zum „Angry Birds Day“ auserkoren und allerlei Stars bekunden ihre Zuneigung zu dem Spiel über Facebook und Twitter.

Der großartige Erfolg des Spiels ist allerdings auch nicht unbedingt erstaunlich. Spielen ist ein menschliches Grundbedürfnis - und die mobilen Geräte ermöglichen es den Menschen, in jeder Situation und an jedem Ort diesem Bedürfnis nachzukommen. Sei es nun in der U-Bahn, an der Bushaltestelle oder im Zug: Die Leute spielen. Angry Birds ist dabei ein Spiel, dessen Mechanik leicht zu verstehen ist und das zugleich von seiner Aufmachung her niedlich ist.

Dabei ist es nicht einmal notwendig mit einem Kapital von 100.000 Dollar zu starten. Grundlegend könnte jeder mit den notwendigen Programmierkenntnissen und einer guten Idee ein solches Spiel machen.