Der Amoklauf gepaart mit dem Bombenanschlag in Norwegen, bei dem Täter Anders Breivik über 90 Menschen tötete, erschüttert seit Tagen die Welt. Immer mehr Details kommen ans Tageslicht, darunter ebenso, dass er Computer- und Videospiele spielte.

Für die Medien natürlich ein gefundenes Fressen, alleine weil auf seiner Facebook-Seite das "brutale Killerspiel" [diverse Medien], "Computer-Kriegsspiel" [sueddeutsche.de] und "Ego-Shooter" [O-Ton von n-tv und Hamburger Morgenpost] World of Warcraft gelistet wurde.

Zitiert wird Breivik in den Medien zudem aus einer 1500 Seiten umfassenden Erklärung: "Modern Warfare 2 ist die beste Militärsimulation und eines der heißesten Spiele des Jahres. Ich sehe Modern Warfare 2 als Teil meiner Trainingssimulation. Besonders der Multiplayer-Part ist super. Man kann teilweise ganze Operationen simulieren."

Doch wie die Zusammenhänge nun genau sind, darüber ist sich selbst sein Anwalt nicht sicher. Ihm falle es nur sehr schwer, einen wirklich zusammenhängenden Sinn hinter Breiviks Aussagen zu erkennen.

Inzwischen verschwanden zahlreiche Schlagzeilen internationaler Medien, die Killerspiele für die Tat mitverantwortlich machten. Doch warum bloß? [...]