Als Spieler kennt man das, dass die mittlerweile fast Tischtennisball großen USK-Symbole die Alterskennzeichnung des jeweiligen Spieles angeben, um die Jugend besser schützen zu können. Das könnte auch bald für Internetseiten Realität werden, denn die EU legte gestern einen ersten Vorschlag für Alterskennzeichnungen bei Webseiten vor. Wurde die Webseite geprüft, erhält sie ein bestimmtes Siegel.

Wirklich handfeste Details wurden zwar nicht verraten, doch das Konzept sieht vor, dass sich Betreiber von Webseiten künftig selbst zu einer Prüfung anmelden müssen. Das wird vor allem damit begründet, dass eine generelle Klassifizierung nicht möglich sei, weil es nicht nur Milliarden Seiten im Internet gibt, sondern auch tausende davon jeden Tag hinzukommen.


Bei der Vergabe möchte die EU verschiedene Kriterien anwenden und beispielsweise bei Erotik-Inhalten mehrere Stufen anlegen, die etwa Soft- und Hardcore-Angebote vorsehen. Ähnlich soll das Ganze auch bei Gewalt sein, die etwa in Darstellung oder vulgäre Sprache aufgeteilt wird.

Eltern bekommen außerdem eine Software, die die Siegel automatisch erkennen kann. Somit wird gewährleistet, dass sich Kinder keinen Zugang zu jugendgefährdeten Inhalten verschaffen können.