Einer Hacktivisten-Gruppe ist es offenbar gelungen, sich Zugriff auf die privaten E-Mail-Konten des syrischen Diktators Bashar al-Assad zu verschaffen. Dabei wurden einige interessante Dinge geleaked. Zumindest wenn man sich für das Privatleben von arabischen Diktatoren interessiert.

Ein Bild, das die Presse sofort als gefundenes Fressen ausschlachtete, war das einer leichtbekleideten, brünetten Schönheit, das in Assads Posteingang gefunden wurde. Das Bild gibt unter anderem das Rätsel auf, ob der verheiratete Machthaber womöglich Mätressen hat.

Die Hacktivisten behaupten zudem, dass die Nachrichten, die gefunden wurden, zeigen, dass der syrische Präsident sich nur wendig Sorgen darum macht, ob er ein paar Tausend seiner eigenen Bürger abschlachtet. Erst gestern starben 27 Menschen in der Hauptstadt Damaskus bei einem Bombenangriff. Syrien taumelt derweil am Rande eines Bürgerkriegs.

Was die halbnackte junge Frau angeht, die wohl etwa Mitte Zwanzig sein dürfte, so ist nicht genau bekannt, wer sie ist. Die E-Mail enthält keine Signatur - es wird aber behauptet, dass sie die Frau ist, von deren E-Mail-Adresse die Nachricht geschickt wurde. Außerdem wurde eine Anzahl recht eindeutiger Flirt-Nachrichten..

Offenbar scheint der syrische Machthaber auch ein recht inniges Verhältnis zu seinen PR-Beraterninnen zu haben. Insbesondere die, durchaus recht hübsche Hadeel Al-Ali sticht dadurch hervor, dass sie dem Präsidenten Fotos von ihm selbst als Studenten mailte und dazu kommentierte, wie „süß“ sie ihn doch fände. Sie sei außerdem stolz auf seine Stärke, seine Weisheit und sein Charisma. Es handelt sich also um relativ eindeutige Versuche, Assad Honig um den Bart zu schmieren.

Weniger Zündstoff haben dabei andere E-Mails, die sich mehr um den Musikgeschmack des syrischen Präsidenten drehen. So kauft er bei iTunes verschieden Lieder der Band „New Order“. Seine Frau ist offenbar auch recht aktiv, was das Einkaufen im Internet angeht. Sie bestellt allerdings hauptsächlich Kleidung bei Harrods und Möbel aus Groß Britannien.