Mit Jade Raymond und Amy Hennig arbeiten gleich zwei der einflussreichsten Frauen der Gaming-Industrie an einem neuen Star Wars-Spiel für Electronic Arts. In einem Interview sprach Raymond darüber, was der Grund für den Wechsel zum Gaming-Riesen EA war.

Aktuelles - AAA-Entwicklung war der Grund, warum Jade Raymond zu EA wechselte

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Jade Raymond und Amy Hennig gehören zu den einflussreichsten Frauen der Gaming-Industrie
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Bei Ubisoft hatte Produzentin Jade Raymond alles erreicht, was man erreichen konnte. Raymond hatte die Assassin's Creed-Reihe aus der Taufe gehoben, mit Watch Dogs eine neue IP etabliert und ein Studio (Ubisoft Toronto) gegründet. Angefangen hatte sie bei Electronic Arts. Und dahin zog es sie nach zehn Jahren unter französischer Flagge auch zurück.

Neues EA-Studio, Star Wars und Assassin's Creed-ähnliches Actionspiel

Ein knappes halbes Jahr nach ihrem Weggang heuerte Raymond erneut bei Electronic Arts an und gründete dort das Motive Studio in Montreal, Kanada. Das erste Spiel soll eine Art Assassin's Creed werden. Das erste seiner Art für Electronic Arts. Des Weiteren wird sie das Entwicklerstudio Visceral Games beaufsichtigen, wo sie gemeinsam mit Ex-Naughty Dog Creative Lead Amy Hennig (Uncharted-Reihe) an einem neuen Star Wars-Spiel arbeitet.

Gründe für den Weggang

Kaum ist Raymond wieder in ihrem Beruf tätig, da wirft sie sich den Projekten nur so entgegen, als hätte sie nie etwas anderes getan. Und ein wenig könnte man meinen, dass sie wohl auch etwas ausgehungert sein muss. Wieso hat sie Ubisoft Ende 2014 überhaupt verlassen? Aber vor allem, wieso ist sie nicht unter die Indie-Entwickler gegangen, sondern gleich zum nächsten Major-Publisher gewechselt?

"Wenn ich darüber nachdenke, wann ich am glücklichsten war, was ich am meisten mochte und worüber ich mich die nächsten fünf bis zehn Jahre am meisten freuen werde, dann ist das Kreieren dieser großen Franchises genau das, was ich wirklich liebe", so Raymond. "Dass ich mit dem Team an Assassin's Creed arbeiten und sehen durfte, wie groß es wurde. Und dann mit dem Team am Beginn von Watch Dogs zu arbeiten - diese neuen Franchises zu erschaffen, die einen kulturellen Einfluss nehmen."

Diese Franchises seien weltbekannt und die Möglichkeit, weitere Franchises zu entwickeln, die vielleicht zu ähnlicher Bekanntheit gelangen werden, das war ein starkes Argument für den Wechsel zu Electronic Arts. Zudem sei es ihr ein Anliegen, Gaming voranzutreiben und neue Wege zu erkunden. Und der Publisher mit Sitz in Redwood City wollte Raymond genau aus diesem Grund - um neue IPs zu entwickeln.

Da ist nicht verwunderlich, dass Raymond der Verlockung erlag, für Electronic Arts ein neues Studio zu gründen und an einem Star Wars-Spiel zu arbeiten - mit Amy Hennig. Mehr AAA geht nun wirklich nicht.