Ein 15-jähriger Rumäne tötete letzten Mittwoch seine Adoptiv-Mutter, nachdem sie sich geweigert hatte, die Internet-Rechnungen zu bezahlen. Sie dachte, es sei die einzige Möglichkeit, um ihren Sohn davon abzuhalten, so viel Zeit vor dem Computer zu verbringen.

Eine Entscheidung, die schließlich in ihrem Tod endete. Der Junge fügte ihr insgesamt 17 Stichwunden zu, bevor er all das Geld aus dem Haus an sich nahm. Drei Stunden später wurde er in einem lokalen Internetcafé gefunden, in dem er Counter-Strike spielte.

Der tote Körper der Mutter wurde vom Ehemann entdeckt, als dieser von der Arbeit nach Hause kam. Er verständigte sofort die Polizei. Allerdings stellte sich der Sohn selber mit den Worten „Ich glaube, ich bin derjenige, nach dem Sie suchen“.

Ionut Silviu Savin – so der Name des Jungen – war internetsüchtig. Das führte dazu, dass er nicht mehr aus dem Haus ging und nichts mit seinen Freunden unternahm. In der Schule beschrieben ihn seine Lehrer als ruhig und introvertiert. Er fehlte zudem an vielen Unterrichtstagen.

Momentan befindet sich Ionut in einer psychiatrischen Klinik. Dort wird untersucht, ob er zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig war. Wenn er des Mordes schuldig gesprochen wird, erwarten ihn 12 Jahre im Gefängnis.