Air Conflicts (PC Review)
von Martin Schnelle

Auch Frogster bringt in diesem Monat ein Flieger-Actionspiel auf den Markt. Wie bei »Battle of Europe« geht es hier ebenfalls um den Zweiten Weltkrieg in Europa - nur gibt es wesentlich mehr und zum guten Teil spannendere Missionen.

Auch fürs Auge finden sich so manche Leckerli, selbst wenn diese an die Konkurrenz »Blazing Angels« nicht herankommen. So oder so startet ihr hier zu actionreichen Einsätzen mit vielen Feinden, kleinen Operationsgebieten und jeder Menge Bravourstücken mit Gegner zu Lande, zu Wasser und natürlich in der Luft.

Air Conflicts - PSP Trailer

Drei Länder
Als blutjunger Absolvent der Fliegerakademie kommt ihr zu eurer ersten Einheit auf Seiten der Sowjets, der Deutschen oder Engländer. In den ersten zwei Missionen erlernt ihr den Umgang mit eurer Maschine, die je nach Flugzeugtyp mit MGs, Bomben und Raketen bewaffnet ist - Torpedos sucht der Waffenmechaniker leider vergebens. Auf deutscher Seite geht es los mit Polen und Holland, bevor ihr zum Afrikakorps versetzt werden. Danach findet ihr euch an der Ostfront wieder.

In der russischen Luftwaffe kämpft ihr erst gegen die Finnen und Polen, dann nehmt ihr am Großen Vaterländischen Krieg teil, sprich an der Invasion Russlands durch die Deutschen. Auf britischer Seite wehrt ihr zunächst in der Luftschlacht um England die Deutschen ab, bis ihr dann ebenfalls nach Nordafrika geht. Die einzelnen Kampagnen sind durchschnittlich rund zehn Missionen lang und nicht streng linear sortiert.

Air Conflicts - Flieger-Actionspiele liegen im Trend: Was kann der Low Budget Titel von Frogster?

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Neben den Klassikern wie Patrouillen nehmt ihr auf Wunsch immer wieder an speziellen Unternehmen teil. Schafft ihr eine Mission nicht, müsst ihr diese nicht wiederholen.

Stattdessen geht die Kampagne weiter. ihr erhaltet bei Erfolgen neben Beförderungen und Orden auch neue Flugzeuge, und zwar nicht nur Typen, sondern auch Exemplare. Im Klartext: habt ihr z.B. nur eine Mosquito und verliert sie bei einem Einsatz, ist diese in der nächsten Mission auch nicht mehr verfügbar. Erst, wenn ihr eine Neue bekommen haben, dürft ihr wieder in eine einsteigen.

Der Hangar
Für jede Seite stehen vier verschiedene Flugzeuge zur Verfügung, deren Fähigkeiten sich überlappen. Als Deutscher benutzt ihr für Jagdeinsätze die Me-109, die allerdings nur drei Bomben tragen kann. Sollen mehr Bodenziele ausgeschaltet werden, bietet sich die Ju-87 »Stuka« an, die mit mehr Bomben und darüber hinaus Raketen bewaffnet ist.

Packshot zu Air ConflictsAir ConflictsErschienen für PSP und PC kaufen: Jetzt kaufen:

Eine ausgewiesene Dogfight-Expertin ist sie allerdings nicht. Das gilt noch in besonderem Maße für die Heinkel He-111, einem Bomber, dessen Kapazität noch viel größer ist, aber im Einsatz gegen andere Flugzeuge kaum taugt.

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Die Sowjets bieten zu den gleichen Zwecken den Jäger Lawotschkin L-5, den Jagdbomber Il-2 »Sturmovik« sowie den Bomber DB 3 an. Für die RAF gehen die »Spitfire«, die »Mosquito« und die »Lancaster« in die Luft. Alle drei haben natürlich auch ein »Bonusflugzeug«, einen Düsenjäger, der über stärkere Bewaffnung verfügt und natürlich überaus schnell ist. Da hätten wir die Gotha Go-229, einen deutschen Nurflügler, die Gloster »Meteor«, den ersten britischen Jäger mit Strahlantrieb, sowie den russischen Prototypen »Bisnovit 01«.

Abwechslung und Langeweile auf dem Dienstplan
Die Einsätze sehen gerade zu Beginn relativ gleichförmig aus. Häufig genug fliegt ihr Patrouille und somit einfach von Wegpunkt zu Wegpunkt, wobei häufig genug nichts passiert. Diesen Missionen begegnet ihr auch später in den Kampagnen immer wieder. Variiert wird das gerne mit ein paar Jägern, die an einem bestimmten Wegpunkt angreifen oder gleich euren Flughafen aufs Korn nehmen.Zuweilen tauchen die Gegner auch mit Bombern auf, wobei ihr darauf achten müsst, dass diese nicht durchbrechen und den Stützpunkt bombardieren. Aber es gibt auch mannigfaltige andere Aufträge. So beschützt ihr etwa einen General, deckt die Flucht der Briten von Dünkirchen über den Ärmelkanal oder greift FlAK-Stellungen an, damit Eure eigenen Bomber nicht schon vor dem Ziel zerstört werden.

Auf britischer Seite beschützt ihr bei Norwegen beispielsweise einen Konvoy, der erst von Flugzeugen, dann von U-Booten attackiert wird. So geht es weiter und bleibt daher auch interessant. Wir fragen uns natürlich, warum bei einem Actionspiel überhaupt eher langweilige Patrouillenmissionen enthalten sein müssen. Einen Mehrspieler-Modus hat »Air Conflicts« auch, hier tretet ihr im Deathmatch entweder jeder gegen jeden an oder im Team gegeneinander. An die ausgefeilten Modi von »Blazing Angels« kommt es allerdings nicht heran.

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So gut wie »Blazing Angels« sieht »Air Conflicts« nicht aus. Zwar sind die Maschinen fast genauso hübsch, aber das Terrain ist detailärmer, richtig große Städte finden sich auch nicht, das Operationsgebiet gerät recht klein. Trotzdem geht auch ein 3,4 GHz-Rechner in die Knie, wenn etwa mehrere Bomberwellen samt Begleitschutz auf die britische Küste zukommen. Nichtsdestotrotz stehen Bäume in der Gegend, nutzen die Gegner das Terrain, um euch etwa vor einen Baum zu locken. Überaus dynamisch geht euer Flugzeug in die Kurven, wobei allein die Außenperspektive von hinten verfügbar ist (neben den üblichen seitlichen Ansichten per Steuerkreuz).

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Zum Bombenabwerfen habt ihr eine Ansicht, die den momentanen Aufschlagsort anzeigt, außerdem färbt sich euer Fadenkreuz rot, wenn ihr genügend vorhaltet, was das Zielen mit den MGs erleichtert. Per Pfeil zeigt euch das Spiel, welche Freunde und Gegner sich gerade außerhalb des Bildschirms aufhalten, ein kleiner Winkel gibt an, ob das Ziel böse oder gut ist. Bodenziele werden anders dargestellt, weswegen ihr nie die Übersicht verliert.

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Zum Bombenabwerfen habt ihr eine Ansicht, die den momentanen Aufschlagsort anzeigt, außerdem färbt sich euer Fadenkreuz rot, wenn ihr genügend vorhaltet, was das Zielen mit den MGs erleichtert. Per Pfeil zeigt euch das Spiel, welche Freunde und Gegner sich gerade außerhalb des Bildschirms aufhalten, ein kleiner Winkel gibt an, ob das Ziel böse oder gut ist. Bodenziele werden anders dargestellt, weswegen ihr nie die Übersicht verliert.