Achtung, Eilmeldung: Jeder Bewohner Atreias erhält ein eigenes Apartment. In Zeiten, in denen ganze Kontinente von den kalten Händen der Finanzkrise niedergedrückt und zum Sparkurs gezwungen werden, setzt der Großherrscher NCsoft ein Zeichen und spendiert Elyos sowie Asmodiern ein Dach über dem Kopf.

Aion - Aion 4.0 - Klassenvorstellung: Der SchützeEin weiteres Video

Die vertraglichen Regelungen des Patch-Vertrags „Aion 3.0“ beinhalten allerdings noch weitere Geschenke, wie Mounts, neue Quest-Gebiete und eine Erhöhung der Levelgrenze auf sechzig. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an ihren Legionsführer oder lesen diesen Artikel weiter.

Mein Haus, mein Shugo, mein…

Am Anfang des Wandels 3.0 stehen die Leibeigenen und Immobilien, die das neue Housing-System des Free-to-Play-MMORPGs mit sich bringen wird. Um nachbarschaftliche Zankereien zu vermeiden, erhalten Elyos und Asmodier natürlich eigene Neubausiedlungen. Ab Level 21 kann jeder Spieler es sich in den überschaubaren vier Wänden seines eigenen Apartments gemütlich machen. Asmodier ziehen sich zu diesem Zeitpunkt ins beschauliche Pernon Plaza zurück, ein mittelalterliches Städtchen, das von einer idyllischen Hügellandschaft umringt ist.

Aion 3.0

- Mein Haus, mein Shugo, mein…
alle Bilderstrecken
Sehr stimmungsvoll und ansehnlich: Aion kann sich trotz seines Alters noch sehen lassen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 32/311/35

Hier könnt ihr eine kostenlose Wohnung samt Balkon abstauben, die einen Ausblick auf einen wunderschönen See bietet. Wer nichts für romantische Postkartenlandschaften übrig hat, wendet sich an den hauseigenen Shugo-Butler. Die frettchenartigen Wesen halten eure Bude sauber und schmeißen ungebetene Gäste hochkant raus. Für sozialere Aktivitäten steht in jedem Apartment der so genannte Relationship Crystal bereit – quasi das Gegenstück zu Pinheads Zauberwürfel. Mit ihm könnt ihr Freunde einladen oder euch auf den Weg in ihre Behausungen machen.

Damit eure Legionskollegen bei Stippvisiten Gesichter machen, als hätten sie Jesus beim Klauen erwischt, müsst ihr euer Domizil verschönern. Natürlich mit schicken Möbeln und dekorativem Schnörkel, der sich im Laufe eines Abenteuers so ansammelt. Besonders schönes Zierzeug halten spezielle Quests parat, die in den Housing-Zonen auf Helden warten. Sie richten sich überwiegend an soziale Spieler, für die Solidarität auch außerhalb einer Instanz kein Fremdwort ist. Eigene Möbel werden die Bewohner Atreias dank des neuen Berufsfelds des Zimmermanns ebenfalls herstellen können. Wo die gebastelten, gekauften oder aus den Klauen niedergestreckter Feinde entrissenen Gegenstände in der Behausung positioniert werden, ist natürlich euch überlassen.

Das Wie der virtuellen Wohnraumgestaltung ist denkbar einfach und erinnert an die „Sims“: Ihr registriert die entsprechenden Items und zieht sie per Drag-and-Drop in die Behausung, wo ihr sie nach Belieben drehen, stapeln und hinstellen könnt. Selbst der Fußboden und die Tapeten der vier Wände lassen sich auf diese Weise individuellen Wünschen anpassen. Wie im echten Leben hält „Aion 3.0“ aber auch Immobilien für die besser Betuchten bereit.

Aion 3.0

- Mein Haus, mein Shugo, mein…
alle Bilderstrecken
Ein Team für die Ewigkeit. Oder bis einer heult.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 32/311/35

Reiche Legionen oder einzelne Bonzenhelden können sich Behausungen in den Villenvierteln (Sandstrände, Paläste, das komplette Schickimicki-Programm) der Housing-Zonen zulegen. Bis zu fünfhundert Häuser/Wohnungen kann ein einzelner Spieler ersteigern beziehungsweise mieten. Doch Vorsicht: Wer über seine Verhältnisse lebt, kriegt schnell die Konsequenzen zu spüren. Zechpreller erhalten bereits nach einer Woche eine Mahnung, wenn sie nicht zahlen. Nach zwei Wochen werdet ihr aus eurer Behausung rausgeschmissen.

Heraufsetzung der Levelgrenze, haufenweise neue Quests, Flug-Mounts, Instanzen, frische Skills vor allem eines: neue Gebiete - sieht gut aus.Ausblick lesen

Für Mietnomaden der ideale Zeitpunkt, um sich auf dem Rücken eines Flug-Mounts, die mit dem Update 3.0 Einzug in die zerrüttete Welt von „Aion“ halten, aus dem Staub zu machen. Die possierlichen Wesen kommen ab Level 21 ins Spiel und können überall außerhalb instanzierter Umgebungen eingesetzt werden. Jedes Mount verfügt über eine Sprintfunktion, mit der ihr kurzfristig einen Zahn zulegen dürft. „Wipeout“-Tempo erreichen sie dabei zwar nicht gerade, aber immerhin sorgen Wischeffekte beim Schnellflug für einen kleinen Geschwindigkeitsrausch.

Unidentifizierte Flugobjekte

Insgesamt vier Reittiere stellte Gameforge uns im Rahmen eines „Aion 3.0“-Presseevents vor. Weitere - das prophezeien wir jetzt einfach mal aus dem Bauch heraus - dürften im Laufe der Zeit auch gegen bare Münze den einen oder anderen Käufer finden. Dabei konnte uns schon das präsentierte Quartett überzeugen. Pagati Veyron, ein gezähmter Frillneck-Drache, ließ seine Schuppenschwingen schlagen und zog majestätische Kreise am Himmel. Der Sharptooth, so etwas wie die futuristische Version eines Hercules-Mopeds, reckte brav seine Nase nach oben, als wir aufs Gaspedal traten.

Besonders anmutend hat NCsoft die Animationen des so genannten Surfriders hinbekommen. Die Mischung aus Rochen und Wal schwebte durch die Luft, als wäre sie in ihrem nassen Element. Hin und wieder spie das Viech Wasserfontänen aus, die den Reiter in der finalen Version sogar kurzfristig aus dem Sattel heben sollen. Das fluffige Flug-Mount Flurry (Alliterationspreis 2012, ich komme!) wirkte im Vergleich zu den drei Kontrahenten eher bieder.

Auf zu neuen Ufern

Um den Weg in die neuen Gebiete Sarpan und Tiamaranta zu finden, bringen die beschriebenen Mounts aber herzlich wenig. Denn die Reise beginnt für Helden der Stufe 55 an Bord eines Luftschiffes, das euch zu unbekannten Ufern bringt. Die neuen Zonen sind keine voneinander getrennten Areale, in denen nur Elyos beziehungsweise Asmodier verkehren dürfen. Stattdessen teilen sich die Feinde die gleichen Gebiete. Einen harmonischen Ringelpietz brauchen Fraktionsanhänger aber nicht zu befürchten.

Aion 3.0

- Farbenfrohe Bilderladung aus der neuen Version
Klicken, um Bilderstrecke zu starten (23 Bilder)

Aion 3.0

- Farbenfrohe Bilderladung aus der neuen Version
alle Bilderstrecken
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/24Bild 12/111/35

In Städten und Ortschaften finden sich beispielsweise voneinander getrennte Markt- und Handelsbereiche, die ausschließlich Waren für „ihresgleichen“ anbieten. Außerhalb dieser neutralen Zonen gibt es dennoch Raum für PVP-Schlachten und wertvollere Quest-Belohnungen. Der Aufbau des Drachengebiets Tiamaranta, das Helden ab Level 58 bereisen können, verdeutlicht, wie NCsoft neutrale Zonen mit PVP-Umgebungen verknüpft. In der Mitte des Landstrichs, der sich als wilde Mischung aus kargen Gebieten und blühenden Wäldern präsentiert, befindet sich ein riesiges Schloss. Über dem prunkvollen Gebäude rotiert das Auge von Tiamaranta: ein gigantischer Luftstrudel.

Hier können sich die Fraktionen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag die Schädel einschlagen. An dieses zentrale Schlachtfeld schließen sich neutrale Quest-Gebiete an, die zu vier Festungen führen. Die an den vier Ecken der Karte befindlichen Bastionen beheimaten Drachen und können in PVP-Gefechten eingenommen werden. In Sarpan, dem ersten neuen Gebiet, das Spieler ab Level 55 bereisen können, ist die Anzahl der PVP-Zonen hingegen auf zwei limitiert. Dafür überzeugte uns diese Umgebung mit der wunderschönen, orientalischen Stadt Kamar und Gruppengebieten wie den heiligen Jotari-Ruinen, in denen leuchtend-kristalline Höhlensysteme auf ihre Entdecker warten.

Ebenfalls in Serpan, genauer gesagt im Elementis Forest, befindet sich der Eingang zur „Argent Manor“-Instanz. Das dahinter liegende Anwesen sieht aus wie der feuchte Traum eines Uhrmachers: an den Wänden rotieren Uhrwerke und anderes mechanisches Gedöns. Weiter unten, tief in den Laboranlagen des Gebäudes, lauert ein überdimensionaler, unfertiger Golem. Er ist der letzte Wall vor dem Endboss Khan, aus dessen Klauen ihr eine brave Zauberin befreien müsst.

Aion 3.0

- Mein Haus, mein Shugo, mein…
alle Bilderstrecken
Was zum...!?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 32/311/35

Erfreulicherweise erstrahlten viele der phantasievoll gestalteten Schauplätze in einem helleren Glanz. Trotz des Großangriffs der Balaur, die Asmodier und Elyos in die Ecke trieben, wirkt Atreia schöner denn je. NCsoft hat vor allem die Schattenqualität nach oben geschraubt und die Lichteffekte aufgebohrt. Flackernde oder anderweitig „verbuggte“ Schatten, wie sie in der gegenwärtigen Version des Spiels noch auftreten, dürften mit 3.0 endgültig der Vergangenheit angehören.

Für einen Platz im Grafikolymp des Genres reicht es aber dennoch nicht. Einige staksige Animationen und unschöne Texturen zeigen einfach, dass diese Version der Cry-Engine mittlerweile zum alten Eisen gehört. Dennoch: Der grafische Qualitätssprung, der mit dem Update 3.0 in Atreia Einzug hält, ist deutlich zu sehen und macht das Abenteuer den nötigen Tick atmosphärischer.