Wir schalten wieder um nach Atreia, zum Schauplatz des Kampfes Asmodier gegen Elyos gegen Balaur. Vor knapp zwei Jahren wurde der Titel veröffentlicht und musste sich lange Zeit keine Gedanken um grafische Konkurrenz machen. Der Ruf, eines der hübschesten MMOs auf dem Markt zu sein, lockte schon allerhand Spieler auf die Server.

Mittlerweile haben aber auch andere Online-Kollegen den Bogen raus – mit Rift steht ein ebenso hübsches wie heftiges Optikbrett in den Läden, sodass für Hersteller NCSoft nun der Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist. Außerdem konnten die Entwickler mit dem Empyrian-Calling-Update auch die Spielmechanik weiter ausbauen, neue Elemente einfügen und neue Spielinhalte spendieren.

Aion 2.5: Empyrean Calling - Neue Flügel für die Daevas

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Auf, auf, Aion ist schöner als je zuvor.
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Die Level-Obergrenze bleibt zwar unangetastet, aber mit neuen Rüstungs-Sets kommen sich die Dauerspieler bestimmt noch heroischer vor. Die Attributsverbesserungen einer Rüstung der Archonten-Brigadegenerale für die Asmodier und der Wächter-Brigadegenerale für die Elyos sind den Spielern sicher die Abyss-Punkte und Platinmedaillen wert.

Sie sollten davon aber eine Menge angespart haben, denn günstig sind die Protzobjekte keinesfalls. Einen kleinen Wermutstropfen müssen die Spieler zusätzlich hinnehmen: Die neuen Rüstungen sind in erster Linie für PvP-Zocker vorgesehen. Im PvE-Spiel müssen die Spieler weiterhin mit den Plünnen auskommen, die sie sich schon vorher angesammelt haben.

Austoben im Abyss

Neue Fertigkeiten laden zudem zum Experimentieren in den weitläufigen Gebieten ein. Ein neues Fertigkeitenbuch sowie eine neue Stigma-Fähigkeit erweitern die Palette an Moves. Mit dieser Kombination lässt es sich prima auf Balaur-Jagd gehen. Wer bereits alle Winkel Atreias durchforstet hat, kann sich mit dem Update 2.5 noch einmal nach so richtig austoben – die frisch hinzugefügten Instanzen lassen genügend Freiraum, das neue Aion vollkommen auszureizen und sowohl den computergesteuerten Balaur als auch den Gegenspielern mal wieder ordentlich eins auf die Zwölf zu geben.

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Auch bei den Charakteren hat sich einiges getan.
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Mittlerweile haben sowohl Elyos als auch Asmodier die geheime Forschungseinrichtung der Balaur ausfindig gemacht. Dieser gut bewachte Tempel steht in den Esoterassen – für die geflügelten Recken ist das Grund genug, zum dämonischen Halali zu blasen und den unheimlichen Abyss-Bewohnern einen weiteren empfindlichen Schlag zu versetzen. Mit einem gut eingespielten Team aus Nah- und Fernkämpfern sowie Heilern kann die Attacke äußerst effizient durchgeführt werden. Selbstverständlich sind die Balaur aber auch gegen Angriffe der Spieler gewappnet: Überall patrouillieren hochrangige Offiziere, die auf alles vorbereitet sind.

Viele Freunde sollt ihr sein

Das Gefahrenpotenzial wird auch durch die Umgebung selbst ergänzt, denn ausgehungerte Pflanzen und Tiere warten nur auf neues, unvorsichtiges Futter. Auch im Tempel der Esoterassen wird es nicht ruhiger: Ein ganzer Haufen Balaur ist in Alarmbereitschaft und verteidigt das Terrain bis zum letzten Atemzug. Die Belohnungen sind dafür hier auch besonders hoch und dürften selbst den Spielern mit hohen Charakterstufen ordentlichen Reibach bereiten. Der Bossgegner erfordert dann noch einmal absolutes Teamplay. Sein schwacher Punkt liegt übrigens im Rücken: Wenn er frontal gereizt wird, kann sich ein Teil der Mannschaft hinterrücks an ihm zu schaffen machen.

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Überarbeitete Lichteffekte gibt's auch.
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Die zweite Instanz hat noch eine ganz besondere Herausforderung für den Spieler auf Lager. Die Empyrianische Feuerprobe findet auf einer Plattform statt, die sich ständig mit neuen Gegnern füllt. Wie bei einem Last-Man-Standing-Match kommen die Monster weiter und weiter auf die Heldentruppe zugestürmt. Das erfordert natürlich jede Menge Zusammenhalt, um allen Wellen standhalten zu können. Dass dabei eine ganze Menge Punkte des neuen Belohnungssystems herausspringen und in sündhaft attraktives PvP-Equipment umgesetzt werden können, versteht sich von selbst.

Für einen feuchten Händedruck wird wohl niemand mehr in Atreia solche Strapazen auf sich nehmen wollen. Dass diese Form der Missionen nach wie vor gut funktioniert, hat unlängst Rift gezeigt. Auch in Aion fügt sich die Empyrianische Feuerprobe gut ein. Die wechselnden Umgebungen zeigen wieder mal, was die Programmierer mit der altgedienten Cry-Engine anzustellen vermögen - sie haben sogar einige optische Verbesserungen eingefügt.

Halbes Update – voller Spaß

Die kosmetischen Veränderungen offenbaren nun einen atemberaubenden Blick auf Atreia. Ein Blick über die zerklüfteten Bergketten lohnt sich in den Kampfpausen allemal. Die Effektpalette wurde ebenfalls erweitert. Nun bricht sich das Sonnenlicht in allen Facetten, neue Animationen und diverse Emoticon-Styles können in den Optionen ausgewählt werden und individualisieren den eigenen Flügelkämpfer noch ein wenig mehr.

Das neue Mentoring-System sorgt außerdem dafür, dass sich auch Hilfestellungen bei Low-Level-Charakteren lohnen. Spieler mit hoher Charakterstufe können nun Kämpfern unter die Flügel greifen, die mindestens zehn Level unter ihnen liegen, und erhalten dafür einen kleinen Bonus als Dankeschön.

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Wunderbar idyllisch alles.
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Damit keine Langeweile aufkommt, wurden jeder Klasse zwei neue Fertigkeiten verpasst. Das ermöglicht neue Varianten in den Begegnungen und lädt zum Ausprobieren ein. Für die erste neue Fertigkeit reicht der Kauf eines Fertigkeitenbuchs, das neuerdings in der Bücherei Atreias zu erwerben ist. Stigma-Fans experimentieren dann lieber mit den Mächten, die in einer neuen Stigma-Scherbe innewohnen. Damit auch die Tierfreunde nicht zu kurz kommen, gab es obendrein noch Zuwachs im Nutztierzoo. Dreizehn neue Miols buffen ihre Herrchen und Frauchen oder produzieren für sie nützliche Gegenstände.

Passendes Futter vorausgesetzt, können die Spieler nach wie vor ihren Miol bei Fuß laufen lassen und ihn zur Verstärkung in den Zweikämpfen gegen KI-Gegner einsetzen oder mit in die PvP-Kloppereien nehmen. Die Spielervereinigungen sollen auch nicht zu kurz kommen: Gildenspieler kommen in den Genuss erweiterter Gildenfunktionen, wobei die Stufen von 3 auf 5 erhöht wurden. Nun können sich bis zu 150 Spieler in einer Gilde zusammenschließen. Mit dem Zusatz »2.5« schafft es »Aion«, up-to-date zu bleiben und seiner Gemeinde neue sinnvolle Funktionen zu kredenzen.

Fazit

Für ein Update, das mal eben dazwischengeschoben wurde, hat NCSoft eine ganze Menge springen lassen. Grafische Aufpolierung, neue Instanzen, Emotes, Stile, Fertigkeiten, Miols und nicht zuletzt die neuen Gildenfunktionen vereinfachen das Handling des MMO-Schwergewichts. Leichter verdaulich wird Aion deshalb trotzdem nicht: Immerhin erfordert es eine Menge Erfahrung und Kampfgeschick, bis man in Atria zu den hochrangigen Kämpfern gehört.

Das Mentoring-System hilft den Spielern, näher zusammenzurücken, denn gerade Einsteiger haben es in Aion schwer. Da ist es schon angenehm, wenn einem von alten Hasen unter die Flügel gegriffen wird. An der Wertung wird nicht gerüttelt: Die 81 Punkte von Anno Tobak sind ein Wert, der auch für Empyrian Calling seine Berechtigung findet, und dabei bleibt's.

Aion - Das alles wird neu in Aion 2.5