Aion – Special

Aion-Tagebuch #1: Asmodier - Mein Leben in der Hölle

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von Martin Weber, 15. Oktober 2009 18:00 Uhr

Mein Name ist Clophaym. Ich bin ein Krieger, der nicht durch die Türen unserer Redaktion passt. Schon gar nicht, wenn ich meine mächtigen, dunklen Schwingen ausbreite. Mit meinem XXL-Breitschwert könnte ich aber auch bequem ein riesiges Loch in der Häuserwand hinterlassen. Bevor unser Chefredakteur aber anfängt, ängstlich den Eingang für mich zu verbreitern, kann ich ihn beruhigen. Es gibt mich nicht wirklich. Ich bin ein digitales Abbild in einem Kosmos, der eine Ober- und eine Unterwelt besitzt. Mein Lebensraum ist Atreia im Fantasy-Epos Aion.

Tagebuch eines Asmodiers

Um noch genauer zu sein, bin ich ein Angehöriger des stolzen Asmodier. Eigentlich sind wir eher die Kellerkinder Atreias. Wir leben in der Unterwelt, die wir Asmodae nennen. Das helle Himmelsvolk hat sich in Elysea breit gemacht. Diese dandyhaften Geschöpfe sind uns ziemlich ähnlich, abgesehen davon, dass wir hübscher sind. Wir haben leuchtend rote Augen, eine zart blau schimmernde Haut, sowie die hübschesten Hände und Füße, die je das Licht der Spielewelt erblickt haben. Ich glaube, Menschen würden vor uns weg laufen, wenn sie uns im Dunkeln begegneten.

Screenshot zu: Aion-Tagebuch #1: Asmodier - Mein Leben in der HölleDas Balancing entscheidet über ein Spiel als Asmodier oder Elyos.

Beinahe wäre ich ebenfalls ein Elyos geworden. Das Balancing auf den Servern duldet keine ungleiche Verteilung der Rassen. Gerade einmal zwei Prozent dürfen Elyos oder Asmodier in der Überzahl sein, danach müssen sich Neuankömmlinge für die unterbesetzte Seite entscheiden. Oder man sucht sich einen neuen Server, was natürlich zu Verstimmungen führen kann, wenn man mit Freunden zusammen auf einem Server spielen möchte. Da hilft nur Warten. Ich entscheide mich zu warten. Im Leben jenseits des eingeschalteten Computers gibt es noch eine Menge Aufgaben zu erledigen. Ich denke an WoW-Freaks, die rapide nach ihrem Einstieg in die Spielwelt verwahrlost sind.

Ich möchte wenigstens, dass es aufgeräumt ist, wenn ich vom PC entfernt werden muss. Schlimme Bilder laufen vor meinem inneren Auge ab: Ich sehe mich mit verfilzten Haaren im Morgenmantel vorm PC sitzen, gebleichte Haut, leere Pizza-Kartons stapeln sich rings um meinen Arbeitsplatz, man riecht mittlerweile, dass ich der Körperpflege keine Bedeutung mehr beimesse. Die nächste Instanz ist wichtiger. Wichtiger als Abgabetermine, wichtiger als Freunde, wichtiger als mein Leben vor Aion. Ich schüttle den Kopf. Eine schreckliche Vorstellung, die mir ganz und gar nicht nahe kommt.

Kommentare 6
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Asmodea16.10.2009 19:01
Wir sind Raben! Keine Krähen!
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Snowhawk16.10.2009 11:14
in aion gibts 2 Seiten:

Tauben und Krähen :D
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minastirsminastirs15.10.2009 23:12
In den Abyss kommt man erst mit 25. Nicht mit 20.
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psy15.10.2009 21:13
also der char sieht echt gay aus :D
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Gast215.10.2009 20:04
Jepp, es gibt in Aion kein klassisches Gut und Böse ... kommt darauf an, aus welcher Perspektive man drauf schaut.
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Gast15.10.2009 19:31
Die Asmodier sind nicht die Bösen. Es ist das Volk was von den Elyos unterdrückt wird. Na wer ist jetzt der Böse?
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