“Bitte, zensiert das Spiel nicht!”

… rufen die Fans auf Steam bereits, während die Entwickler angeben, sie riskieren lieber einen Bann in gewissen Ländern, als das Spiel aufzuweichen. Wie Tomek Dutkiewicz mir jedoch mitteilte, wurden nun doch einige Szenen umgeschrieben, damit Agony überhaupt auf den gängigen Konsolen erscheinen darf. Und warum? Nicht wegen der Brutalität, sondern wegen nackten Tatsachen. Natürlich. Selbst in der Hölle darf niemand nackt sein:

Agony - “Es ist ein endloses Labyrinth des Wahnsinns.”

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 4/91/9
Zensur nicht wegen der Brutalität - sondern wegen nackter Haut
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Brutalität ist nicht wirklich ein großes Thema in der Industrie… Nacktheit ist schwierig. Wir haben ein Spiel ohne Grenzen erschaffen, aber nun müssen wir doch einige Teile zensieren, damit Agony auf den Konsolen erscheinen darf. Wir haben uns dazu entschieden, einige Szenen zu ändern, bis ihnen ein ‘M’-Rating zugestanden wurde, denn wir hatten nicht wirklich eine Wahl. Wir sind nur ein kleiner Entwickler ohne Armeen von Anwälten, die für unsere Vision kämpfen könnten.

Zum Glück möchte aber auch Madmind Studio keineswegs, dass diese Vision verloren geht: Deshalb wird es entweder einen Uncensored-Patch für die PC-Version geben oder die entfallenen Szenen werden in ihrer vollen Unzensiertheit in einem Video veröffentlicht. Dutkiewicz verspricht mir, dass die Spieler so oder so alles sehen werden, was Agony zu bieten hat – und ich persönlich bin sehr gespannt darauf.

Agony - “Es ist ein endloses Labyrinth des Wahnsinns.”

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublenden5 Bilder
12-14 Stunden soll die Story im normalen Durchlauf gehen. Wer alles sehen & erforschen will, kann aber mit 35h+ rechnen
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Lasst uns über gequälte Seelen sprechen

In der Demo konnte ich natürlich nicht die gesamte Geschichte spielen, aber es wird eine geben, die ebenso dunkel wie das Spiel selbst ist. Ihr steuert eine gequälte Seele in einer höllenartigen Unterwelt – Dutkiewicz unterstreicht, dass es sich hier nicht um die ‘christliche Hölle’ handelt, sondern um einen Mix aus verschiedenen religiösen Konzepten. Auf eurem Weg durch die Eingeweide dieser Welt sucht ihr einen Ausgang; eine Möglichkeit, dem Grauen hier unten zu entkommen. Um das bewerkstelligen zu können, müsst ihr euch mit der roten Königin treffen, ein weiblicher Teufel, den ihr im Trailer oben bewundern könnt.

Die Story soll größtenteils linear aufgebaut sein, während die Umgebung auf den verschiedenen Ebenen an ein Labyrinth erinnert. Es wird unterschiedliche Dialoge mit den Bewohnern der ‘Hölle’ geben sowie mehrere Pfade, die euch zum nächsten Ankerpunkt im Spiel führen: Schleicht ihr euch an einem aggressiven Dämon vorbei oder stürzt ihr euch in die Tiefe, sterbt und fliegt als Seele zu einem entfernten Körper, um so voranzukommen? Taktisches Denken ist hier ebenso wie beim Erkunden der Welt gefordert, deren Details mich bereits in der Demo beeindruckt haben.

Sag mal, Tomek, was wäre für dich eigentlich der perfekte Horror?

Ich musste einfach fragen.

“Ich persönlich liebe das Gefühl, wenn du spürst, wie dein Geist deinen physischen Körper verlässt und freiwillig die nächsten Grenze deiner Seele überschreitet; wie dein Körper, überzogen von kaltem Schweiß, in der Angst vor dem Tod erzittert. Aber es wäre ziemlich schwer, ein Spiel zu veröffentlichen, dass das Unterbewusstsein bis an diesen Punkt treibt.

Naja. Ihr könnt es ja versuchen, oder Madmind Studio? Je nachdem, wie Agony sich ab Release am 30. März 2018 verkauft, will sich das polnische Entwicklerteam weiter den unlauteren Methoden des Horrorspiel-Machens widmen und ich bin gespannt, welche albtraumhaften Szenarien sie sich noch ausdenken werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: