Falle dem Wahnsinn anheim, in einer der entsetzlichsten Visionen der Hölle in der Videospielgeschichte!” (Kickstarter) Das klingt doch vielversprechend, oder, liebe Horror-Freunde? Agony war mir schon länger ein (sehr angenehmer) Dorn im Auge; ein Spiel, das euch wortwörtlich in die Hölle verbannt; eine arme, gequälte Seele auf der Suche nach einem Ausweg.

Das ist ziemlich viel Blut:

Agony - Trailer Survival Horror Game

Keine halben Sachen

Ein paar Feuerstürme, ein bisschen Blut und gequälte Gesichter, die hin und wieder aufpoppen? Das erwartet ihr vielleicht, denn gerade größere Horror-Titel wollen uns zwar gruseln (The Evil Within 2) und sind zuweilen ekelhaft (Outlast 2), aber übertreten doch nicht alle Grenzen des guten Geschmacks. Agony ist anders. Agony sieht bereits jetzt ein wenig wie das “Faces of Death” der Videospielgeschichte aus, zumindest was Gewalt und Tabus angeht: Schwangere Frauen, deren Bauch aufgeschnitten wird und ein Kind, das von einem entstellten Mann mit einem Stein erschlagen wird. All das haben wir bereits im Gameplay des Spiels gesehen, und nein: Dieses Werk ist nicht für jedermann oder jederfau geschaffen.

Ihr startet in der Dunkelheit. In der Form einer gequälten Seele wandert ihr durch die Weiten der Hölle und nicht jede Kreatur wird euch angreifen: Die ersten Szenen wirken vielmehr wie ein Walking-Simulator der anderen Art; ich kriecht durch das schwarze Labyrinth und beobachtet an jede Ecke grausame Szenen. Euer Ziel: Ein Ausweg, den ihr nur über ein Treffen mit der roten Königin der Hölle finden werdet. Um das zu arrangieren, könnt ihr einfältigere Dämonen bezwingen und deren Körper übernehmen; womöglich, um von einem Gebiet zum anderen zu gelangen.

Agony begrabbelt uns bereits seit einer Weile mit blutigen Bildern und schaurig-schönen Worten über endlose Qualen und einen Horror-Titel, den die Welt so noch nicht gesehen hat: Ob Entwickler Madmind Studio das einhalten können, sei dahingestellt. Das geplante Release-Datum, welches ihr auch im Video seht, wurde immerhin schon verschoben. Generell bin ich ein wenig skeptisch, wenn mir jemand das “beste, neueste, originellste Spiel der Geschichte!” verkaufen will. Allerdings sind solche Taktiken gerade bei Kickstarter das A & O, um genug Geld einzuheimsen.

Falls ihr euch gerade langweilt, diese Spiele mögen wir von gamona ganz gerne:

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Und Agony haben sogar über 200 Prozent des gewollten Betrags gesammelt. Wahre Höllenqualen sollen wir nach heutigem Stand ab dem 30. März 2018 zum Release von Agony erfahren. Der Trip in die Unterwelt kommt für PC, PS4 und Xbox One auf den Markt. Neben Scorn von Ebb Software ist Agony eines der interessanteren Spiele, die nächstes Jahr erscheinen (hoffentlich).