Achterbahnfahren macht Spaß. Und wer hat nicht schon einmal davon geträumt, eine Achterbahn ganz nach seinen eigenen Vorlieben zu bauen? Diesen Wunsch kann man nun im neuen Freizeitparksimulator „Adventure Park“ ausleben.

Adventure Park - Trailer: Und das Leben wird Achterbahn

Ein Freizeitpark ist lustig, ein Freizeitpark ist schön

Der neue Wirtschaftssimulator tritt in die Fußstapfen von großen Titeln wie „Rollercoaster Tycoon“ und „Theme Park“. Dabei kann man wählen, ob man sich an Kampagnen versucht oder gleich mit einem freien Spiel beginnt.

Bei der ersten Kampagne geht es traditionell darum, einen heruntergekommenen Vergnügungspark wieder in Schuss zu bringen. Alte Fahrgeschäfte und Wege reparieren, Personal einstellen und neue Achterbahnen, Dekoration und Gastronomie errichten. Anfangs wird man noch sehr stringent durch Aufgaben begleitet, die genauestens zu erfüllen sind, und schrittweise an die Spielmechanik herangeführt.

Natürlich geht es bei einem erstklassigen Vergnügungspark auch um die Zufriedenheit der Gäste. Und unsere sind anspruchsvoll: Sie wollen adrenalingeladene Achterbahnen, abwechslungsreiche Parkdekoration bis zum Abwinken, genug zu essen und zu trinken, ausreichend Toiletten und annehmbare Preise. Nur wenn die Besucherzufriedenheit die 100%-Marke erreicht, wird der Park auf ein neues Level gehoben. Dadurch werden neue Fahrgeschäfte, Einrichtungsgegenstände und Upgrades freigeschaltet, zum Beispiel „Einspielung von Filmmusik“, mehr Wagons, „Vierfache Antriebsleistung“, „Foto als Give-Away“ bis hin zum „Ultimate Power Subwoofer Soundsystem“.

Adventure Park - Wie einst bei Theme Park und Rollercoaster Tycoon?

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A Walk in the Park... Adventure Park ist ein Aufbauspiel im Geiste von Theme Park und Rollercoaster Rycoon.
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Aber auch Restaurants und Imbissbuden lassen sich mit Hot-Dogs, Energydrinks, „Null-Diät-Cola“, „Himalaya-Schmelzwasser“, „Frisch gepresstem Mangostano-Saft“, „Französischen Trüffel-Pralinen“, „Lachsmenü“ und „Flambierten Erdbeeren“ aufrüsten. Somit bleibt immer viel zu tun, denn die Besucher werden mit jedem hinzugekommenen Levelstern anspruchsvoller. Und je größer der Park, desto schwieriger wird es natürlich, alles im Auge zu behalten.

Buntgemischte Themenparks

Im freien Spiel gibt es insgesamt acht Karten, zwischen denen man wählen kann, um auf ihnen seinen Vergnügungspark zu errichten. Das Entwicklerstudio B-Alive (bekannt für die „Wildlife Park“-Reihe) hat sich hierbei um Abwechslung bemüht und bietet neben einem buntgemischten multikontinentalen Landstrich ein tropisches Eiland, eine afrikanische Savanne und auch eine Schwarzwald-Karte. Diese kann man durch Terraforming auch noch frei nach seinen Wünschen anpassen. Ebenso hat man im freien Spiel die Möglichkeit, direkt mit einem unbegrenzten Kontostand zu starten und von vornerein alle Parkeinrichtungen freizuschalten.

Packshot zu Adventure ParkAdventure ParkErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Aber auch die Parks lassen sich, vor allem bei den fünf Kampagnen, in Themen eingliedern: ein Westernpark, ein Park zum Thema „El Dorado“ sowie zu den Themen Piraten und Science-Fiction – alles ist möglich. Leider gibt es pro Thema nur eine sehr begrenzte Anzahl an passenden Attraktionen und Dekorationen, sodass man doch schnell zu themenfremden Gegenständen greifen muss. Möchte man also aus den Vollen schöpfen, steht auf einmal ein Roboter im Westernpark, eine Raumstation im Piratenland und ein Saloon im Sci-Fi-Universum.

Adventure Park - Wie einst bei Theme Park und Rollercoaster Tycoon?

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Verschiedene Themen wie Sci-Fi und Piraten sorgen für optische Abwechslung. Doch leider kommt es zwangsweise zu merkwürdig anmutenden "Hybriden".
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Umso schwieriger wird es dann nämlich auch, die Besucher zufriedenzustellen. Diese fordern Adrenalinschübe. So geht es in der zweiten Kampagne zum Beispiel erst dann weiter, wenn man hier bestimmte Werte erreicht hat. Diese erlangt man durch die Freisetzung von G-Kräften: eine möglichst spektakuläre Achterbahn mit vielen Kurven, vielen schnellen Abfahrten und einem abwechslungsreichen Verlauf. Und das ist gar nicht mal so einfach, denn es sind weder Looping noch Schrauben möglich, man muss sich also auf steile Auf- und Abfahrten sowie einfache Kurven beschränken.

Unübersichtliches Parkgewusel

Einfacher ist jedoch die Bezeichnung für die Parkgäste gehalten: „Mädchen 4“, „Mann 1“, „Junge 3“ und „Frau 10“ – hier hätte man sich natürlich etwas mehr Mühe geben und eine Auswahl von zufallsgenerierten Vor- und Nachnamen zur Verfügung stellen können. Das gleiche gilt für das „Parkgästebuch“, in dem die Besucher über ihre Parkerfahrungen schreiben: „Getränke gab es schon mal reichlich“, „Konnte mich schön sattessen hier…“ – diese Hinweise sollen helfen, die 100-prozentige Besucherzufriedenheit zu erreichen. Doch auch hierbei überkommt einen das Gefühl, immer die gleichen vier bis fünf Sätze zu lesen, die man kaum oberflächlicher hätte halten können.

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Ein bisschen mehr Übersichtlichkeit wäre Adventure Park gut bekommen.
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Doch selbst, wenn man die 100% kurzzeitig erreicht hat, gibt es nicht unbedingt einen neuen Stern. Ob es sich hierbei einfach nur um einen Bug handelte oder ob noch irgendetwas fehlte, war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht ersichtlich. Dem Spiel mangelt es an Übersichtlichkeit. Allgemein muss man sich hier und da viel durchklicken, um das zu finden, was man sucht. Das fängt schon bei den Eingängen der Fahrgeschäfte an, die man nicht immer direkt ausmachen kann – und diese sollten ja am Fußgängerweg liegen. Auch die vorgegebenen Ein- und Ausgangstunnel für eine Achterbahn, die durch einen Berg führt, sind nicht entsprechend gekennzeichnet.

Kurzzeitiger Spaß, aber leider nichts von Dauer. Irgendwie hat man alles vor Jahren schon gesehen.Fazit lesen

So bleibt einem nur übrig, herumzuprobieren, wie die Achterbahn sich letztendlich an diese Stellen anfügt. Ebenso fehlen Informationen zu den Fahrgeschäften, bevor man sie aufstellt. Weder Name noch Design lassen zu 100% darauf schließen, worum es sich bei manchen Geräten handelt. Anstatt einer wilden Achterbahn hat man so auf einmal einen langsamen Dino-Ritt an einer Stelle stehen, die man eigentlich für eine große Achterbahn angedacht hatte. Natürlich kann man die Bahn ganz einfach wieder entfernen, dies hätte man jedoch durch einen entsprechenden Infokasten vermeiden können.