»Advance Wars: Dual Strike« (DS-Test)
von Anja Rudlaff

AWDS ist ein Strategiespiel mit unzähligen Gelegenheiten zum digitalen Draufhauen. Erfüllt Eure Missionen einzeln oder im Team. Mit Strategie und speziellen Fähigkeiten verhindert Ihr die Invasion der alles vernichtenden »Black Hole Army«.

Wer Spaß hat an taktischen Manövern im digitalen Gelände, sollte hier unbedingt weiterlesen:

»Strategen aller Nationen verbündet Euch! - Farbenvielfalt an der Front« Bei AWDS handelt es sich um ein rundenbasiertes Strategiespiel. Es ist sozusagen die militärische Manga-Version des jahrhundertealten

Schachspiels. Erklärtes Ziel ist es, den Kontinent »Omega-Land« vor der totalen Invasion durch die grundgemeine Gegnermacht »Black Hole Army« und ihre gut gestylten Kommandanten zu beschützen. Zu diesem Zweck haben sich die vier Nationen Orange Star, Blue Moon, Green Earth und Yellow Comet verbündet, um von nun an gemeinsam unter dem Namen »Die Alliierten Nationen« den fiesen Mieslingen den Garaus zu machen.

»Schach matt!«
Eure Aufgabe ist es nun, die jeweiligen Missionen im Kampagnen-Modus nach bestem Wissen und Gewissen erfolgreich zu absolvieren: also entweder alle Schwarzkittel über den Haufen zu schießen, oder zeitweilig auch das gegnerische Hauptquartier »HQ« unter Eure Fittiche zu nehmen. Alles weiter kein Problem, denn selbst der unerfahrene Neuling wird in den Übungsmissionen step-by-step mit den altbewährten Techniken der Vorgänger - In Japan »famicon wars« und folgende - vertraut gemacht. Ganz nebenbei lernt Ihr noch die

neuen Schmankerl der Buhmänner kennen, wie z.B. »die - unglaublich - schwarze Bombe«. Auch die farbenfrohen Guten haben technische Neuerungen zu bieten. Zum Beispiel können Eure Kommandanten, kurz »KO« jetzt auch im »dynamischen Duo« Befehle an die Kampfeinheiten weitergeben. Zudem haben sie nicht nur eine, sondern sogar zwei spezielle Gaben, die je nach Aufgabe, Gelände und/oder Windrichtung zum Einsatz kommen sollten.

Mit der richtigen Strategie und dem geeigneten »KO« kann Eure Armee den Gegner zügig vom digitalen Schlachtplatz putzen. Da wäre z.B. Max, ein loyaler tapferer Freund an Eurer grünen - sorry - orangefarbenen Seite; oder die feine Dame Sasha, die Waghalsige - wehe, wenn sie losgelassen.

Aber, Achtung: Auch die finsteren Fieslinge haben ihre Spezialisten und einen viel cooleren Kleidungsgeschmack. Also, lasst sie in Schönheit sterben, die schlagkräftigen Schergen der dunklen Seite der Macht...

»Geht nicht gibt´s nicht«
Damit keine Langeweile aufkommt, kann man sich zusätzlich in mehreren Kriegsgebieten vergnügen, im Versus-Modus andere menschliche DS-Spieler aufmischen und im Survival-Modus unter Zeit-, Runden- oder Geldknappheit die Gegner plattmachen. Auch der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Im »Arrangement« könnt Ihr Euch Euren persönlichen Teutoburger Wald sogar selber anpflanzen. Wem das noch nicht reicht, kann sich in dieser AWDS-Version auch im Echtzeit-Kampf-Modus den Schweiß auf die blanke Stirn und andere Körperregionen treiben lassen.

»Du bist schon sehr gut geworden, aber ich werde dich trotzdem vernichten!«
Die Entwickler von AWDS haben die technischen Möglichkeiten des DS für ihre Spielidee perfekt ausgereizt: Beide Screens werden sinnvoll eingesetzt. Auf dem Touchscreen tobt das Schlachtengetümmel, während man sich oben die technischen

Details aller Waffen, gegnerischen Einheiten usw. in Ruhe zu Gemüte führen kann, außer es rast gerade eine Bombe o.ä. auf einen zu.

Perfekter Einsatz auch beim Zweifrontenkrieg: auf dem Touchscreen wird scharf geschossen, während man oben auch gern mal die KI für sich fighten lassen kann. Die Option, mittels DS-Stiftes und/oder Buttons zu spielen, bietet jedem die Möglichkeit zum Glücklichwerden. Bei der Entwicklung wurde die Kriegsschauplatzgraphik bewusst einfach gehalten. Mehr ist auch nicht nötig.

Die niedlich anmutenden Darstellungen der »KO´s« in Manga-Optik erinnern auch in den teilweise etwas hölzernen Konversations-Orgien der knuffigen Kontrahenten konsequent an die kulturelle Herkunft aus dem Lande der aufgehenden Sonne. Der Sound ist allerdings zu vernachlässigen. Die Musikschleifen kratzen schon nach kurzer Zeit an Gehörgängen und Nervenkostüm.