Bei Activision Blizzards letztem Finanzbericht zum dritten Geschäftsquartal 2018 zeigte sich, dass das Unternehmen drei Bereiche auch weiterhin verfolgen und ausbauen wird, die Hardcore-Gamer regelrecht verteufeln: Miktrotransaktionen, Games as a service und die Investition in den Mobile-Sektor.

Activision Blizzard bleibt trotz Fankritik weiterhin auf dem eingeschlagenen Kurs

Jüngst hat Activison Blizzard den Geschäftsbericht zum dritten Quartal 2018 vorgelegt. Diese fielen um rund 50 Millionen Dollar besser aus als erwartet. Und das liege ganz besonders an vier Faktoren, die Activision-Executive Collister Johnson als maßgebend für den Erfolg und den Wachstum bezeichnete: "Zuallererst, unsere Teams haben neue Inhalte veröffentlicht, die distanzierten Communities neues Leben eingehaucht und ein neues Publikum eingebracht haben", erklärte Johnson. "Zweitens: unser wachsender Fluss an Live-Betrieb, welcher Inhalte, Service, Features und Events beinhaltet, die unsere Franchise-Communities herausfordern und neue Spieler dazu ermutigen, einzusteigen. Drittens: Die Ausweitung unserer bestehenden Franchises in den Mobile-Sektor - die weltgrößte Gaming-Plattform - und die Schaffung neuer Franchises. Und viertens: neue und wachsende Umsatzmodelle für Franchises wie E-Sports-Ligen und digitale Werbung."

Gerade in Bezug auf den Live-Betrieb seien die neuen Inhalte beziehungsweise Spiele der führenden Franchises Call of Duty, World of Warcraft sowie Candy Crush treibende Faktoren. "Wir haben über vier Milliarden Dollar Einnahmen im Jahr mit In-Game-Content generiert, die den Großteil unseres Umsatzes darstellen und den besten Pro-Stunde-Gegenwert in der Unterhaltungsindustrie darstellen."

Und damit bestätigt der Bericht die Befürchtungen der Hardcore-Fans, die bereits auf der Blizzcon in Anaheim negativ auf die Ankündigung von Diablo: Immortal reagierten: Weitere ursprünglich PC- und Konsolen-basierte IPs werden einen Mobile-Ableger erhalten, um nicht nur ein neues Publikum anzusprechen, sondern auch die Möglichkeiten von Miktrotransaktionen, Games as a service und In-Game-Werbung auszureizen. Als Beweis für das Erfolgsmodell wird etwa Blizzards Hearthstone angeführt, dessen Popularität seit der Veröffentlichung eines Mobile-Ablegers massiv angestiegen sei.

"Wir wissen, dass viele der heute erfolgreichen Mobile-Titel auf IPs basieren, die ursprünglich für Konsolen und PCs kreiert wurden", betonte Johnson. "Der Mobile-Sektor bleibt auch weiterhin der größte und am schnellsten wachsende Bereich im Gaming. Und während King noch immer der klare Marktführer im Mobile-Sektor ist, investieren wir weiter in die Umsetzung von Activision- und Blizzard-Franchises für mobile Geräte."

Er kam dabei auch auf Diablo: Immortal zu sprechen und verwies in Anbetracht der negativen Reaktionen auf die ersten Hands-on-Erfahrungswerte, die seiner Aussage nach den Beweis lieferten, dass der Mobile-Ableger des Diablo-Franchises bei der Veröffentlichung von Spielern auf der ganzen Welt geliebt werde.