Update: Nachdem der Deal zwischen Activision Blizzard und Vivendi durch ein Gericht vorläufig gestoppt wurde, weil die Investoren erst darüber abstimmen sollen, wurde nun ein Eilantrag der beiden Konzerne eingereicht.

Laut den beiden Unternehmen würde die gerichtliche Anordnung kleineren Aktionären einen irreparablen Schaden verpassen. Eine entsprechende Anhörung soll am 10. Oktober stattfinden. Hier muss das Gericht letztendlich herausfinden, in welche Kategorie der Deal gehört: Unternehmensverbindung oder Aktienrückkauf. Im ersten Fall müssten die Investoren darüber abstimmen.

Ursprüngliche Meldung: Der geplante Deal zwischen Activision Blizzard und dem französischen Konzern Vivendi wurde vorläufig durch ein Gericht gestoppt.

Ein Activision-Aktionär reichte Klage ein, mit der er eine Abstimmung der Anteilseigner über den geplanten Deal erzwingen will. Er ist der Ansicht, dass sich die Investorengruppe unverhältnismäßig bereichern möchte und die Aktionäre von Activision dem Geschäft erst zustimmen müssen, bevor dies überhaupt möglich ist.

Das Gericht stimmte dem zu, so dass Activision also seine Anteilseigner abstimmen lassen muss. Alternativ kann man auch Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts einlegen. Nach wie vor will der Publisher natürlich an seinen Plänen festhalten und sich für 8.17 Milliarden Dollar freikaufen. Unternehmens-Chef Bobby Kotick hofft nun, den Deal so schnell wie möglich abschließen zu können.

Zumindest als Minderheitsgesellschafter wird Vivendi an Activision Blizzard beteiligt bleiben und 12 Prozent der Aktien behalten. Bislang besitzen die Franzosen noch 61 Prozent, wodurch sie über die Kontrolle von Acti-Blizz verfügen. Abgeschlossen werden sollte das Geschäft normalerweise im September, doch das scheint sich nun zu verzögern.

Sollte sich am Ende alles zum Positiven entwickeln, wäre Activision Blizzard wieder unabhängig.