Ehemalige und auch Noch-Mitarbeier von Infinity Ward beschuldigen den Publisher Activision, wie ein Polizeistaat gehandelt zu haben. Zur Erinnerung: 40 ehemalige und derzeit weiterhin Angestellte schlossen sich zusammen, um Activision zu verklagen. Grund dafür war nicht nur Vertragsbruch, sondern auch nicht erfolgte Zahlungen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar (mittlerweile von den Klägern auf 216 Millionen nach unten korrigiert).

Wie aus weiteren Details der aktualisierten Klageschrift hervorgeht, sollen die Mitarbeiter vom Vorstand des Unternehmens im Geheimen verhört worden sein. Währenddessen überwachten Sicherheitsleute die Ausgänge der Büros. Die Mitarbeiter, die sich in solchen Vernehmungen befanden, durften darüber nie ein Wort verlieren. Es ist sogar von Zwang die Rede. Die Mitarbeiter wurden angeblich gezwungen, an den Vernehmungen teilzunehmen.

Außerdem wirft die Klage dem Publisher vor, durch die an einen Polizeistaat erinnernden Machenschaften, durch die Entlassung von West und Zampella sowie durch die Zurückhaltung der Bonuszahlungen die Mitarbeiter dazu gebracht haben, Infinity Ward schließlich zu verlassen.

Weiter heißt es, dass Activision die Bonuszahlungen mittlerweile zu 40 Prozent im März ausgezahlt haben soll, der Rest jedoch erst nach der Entwicklung eines neuen Modern Warfare ausgezahlt wird. Nachdem die Mitarbeiter protestierten, stattete Activision-Chef Robert "Bobby" Kotick Infinity Ward einen Besuch ab, mit dem Versprechen, die verbleibenden Gelder bis zum Ende des jeweiligen Monats auszuzahlen. Dieses Versprechen wurde jedoch nie eingehalten.