Laut eines Berichts des Wall Street Journal verlangt der französische Konzern Vivendi eine Milliardendividende von Activision Blizzard, um die eigenen Schulden zu begleichen. Und das könnte für neue Probleme bei dem Publisher sorgen.

Vivendi fordert drei Milliarden US-Dollar in Form einer Sonderdividende, wovon in etwa zwei Milliarden direkt in das Unternehmen gehen würden. Zwar verfügt Activision Blizzard über 4,3 Milliarden Dollar (Barmittelbestand Ende März) an kurzfristig verfügbaren Reserven, doch durch die Milliardenzahlung würde sich der Konzern weiter verschulden.

Denn das Problem ist, dass der Großteil des Geldes (2,7 Milliarden) außerhalb der USA liegt und das Ganze versteuert werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Das Geld müsste also erst zurück in die USA geholt werden.

Wie es heißt, sei CEO Bobby Kotick aber nicht gerade glücklich mit dieser Option, zumal er mit den Barreserven Vivendis Beteiligung am eigenen Unternehmen zurückkaufen wollte. Und eben das war / ist eine der Möglichkeiten, um beide Seiten mehr oder weniger zufriedenzustellen.

Aber eine Dividende ist für Vivendi am Ende nun einmal deutlich lukrativer, lässt sich dadurch doch weiterhin die Kontrolle über Activision Blizzard behalten. 61 Prozent Anteile hält Vivendi. Die Verschuldung von Activision Blizzard könnte auf über 400 Millionen Dollar ansteigen.

Weder Activision noch Vivendi wollten dem Wall Street Journal zufolge das bislang kommentieren.