Offenbar könnte Vivendi über einen Verkauf seiner Activision-Blizzard-Anteile nachdenken. Darüber berichtet Bloomberg und beruft sich dabei auf gut informierte Quellen, wonach man auf einer für den 22. Juni geplanten Managementkonferenz über die Zukunft von Activision Blizzard diskutieren möchte.

Dabei versucht Chairman Jean-Rene Fourtou laut dem Bericht die Holding ein wenig auszudünnen, um sich auf weniger Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Neben Activision Blizzard kontrolliert Vivendi im Medienbereich auch die Universal Music Group.

Insgesamt 61 Prozent der Anteile an Activision Blizzard hält Vivendi, so dass der potentielle Käufer bei einem kompletten Verkauf entsprechend über die nötigen finanziellen Mittel verfügen müsste. Somit käme man beim aktuellen Wert der Anteile auf stolze 13 Milliarden US-Dollar. Und dafür dürften auch nur wenige Käufer infrage kommen, vor allem aus der Spieleindustrie. Eine weitere Möglichkeit wäre auch der Verkauf in Teilen.

Bereits im April berichtete Bloomberg über entsprechende Gedanken bei Vivendi. Mit einem Verkauf und den Fokus auf weniger Geschäftsbereiche will Vivendi auch ein wenig die eigene Kasse aufbessern. Obwohl man mit Activision Blizzard immerhin 22,5 Prozent des Nettogewinns erzielte, waren die Anleger dennoch unzufrieden damit. Der Aktienkurs verlor in Paris innerhalb der letzten 12 Monate 28 Prozent.

Dies könnte auch der Hauptgrund für einen Verkauf sein. Mit den Einnahmen könnte man die Aktionäre beispielsweise durch Ausschüttungen oder Aktienrückkäufe wieder auf seine Seite ziehen.