Hat die Wirtschaftskrise nun doch die Unterhaltungsbranche erreicht oder gehen den Großen die Ideen aus? Erst musste man bei Publisher Ubisoft die äußerst ernüchternden Zahlen für das erste Quartal vorlegen und jetzt verliert auch noch die Aktie von Megapublisher Activision Blizzard gehörig an Boden. Um beinahe 14 Prozent ist der Kurs im Laufe der letzten Monate gefallen.

Activision Blizzard - Aktie verliert an Boden - harte Zeiten für den Publisher?

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Auch bei den Großen sieht es derzeit nicht immer rosig aus. Die aktuellen Zahlen von Ubisoft und Activision Blizzard lassen Raum für Spekulationen.
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Und wie immer wenn die Kurse fallen beginnen die Börsen- und Branchenexperten zu spekulieren. Was ist der Grund für den Rückgang? Ist es das Fehlen neuer Produkte, wie man bei Ubisoft selbst erkannt haben will? Oder sind es die Verspätungen und langen Entwicklungszeiten?

Daran glaubt zumindest Branchenanalyst Jess Lubert und sieht das Warten auf Blizzards heiß ersehntes Echtzeitstrategiespiel StarCraft als ursächlich an: "[...]Wenn es im August in die Beta startet, dauert das 5-6 Monate und eine Veröffentlichung des Spiels in diesem Jahr ist beinahe unmöglich."

Doch denken Börsianer tatsächlich so weit? Oder ist es der Rechtsstreit in China, der die dortige Existenz von Blizzards wichtigstem Titel World of Warcraft in Frage stellt?

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Mit vielen Titeln schnell den Markt 'zergen' - den Börsianern kann es gar nicht schnell genug gehen.
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Die meisten Analysten glauben, dass nun alles davon abhängt, ob der Publisher seine Titel noch in diesem Jahr veröffentlichen wird. Doch was Analysten glauben, hoffen die Spieler nur und sie glauben mehrheitlich mittlerweile an etwas ganz anders. Für Spieler steht nämlich längst fest, dass sich Qualität auszahlt, auch wenn es mal etwas länger dauert.

Und damit könnten die Spieler Recht behalten, denn letztlich sind sie es auch, die mit ihrer Kaufentscheidung darüber bestimmen, ob ein Spiel zum Erfolg oder zum Flop wird. Und manch ein teuer bezahlter Analyst wird dann hinterher die Welt nicht mehr verstehen.