Activision Blizzard muss doch keine Sonderdividende an Vivendi zahlen, sondern kauft sich mit satten 8.17 Milliarden Dollar frei. Insgesamt 429 Millionen Aktien wird man erwerben und das Ganze mit 5,83 Milliarden Dollar in bar zahlen.

Finanziert wird dieser Deal mit 1,2 Milliarden Dollar aus den Konzernreserven sowie Bankkrediten. Dabei springen Bank of America, Merrill Lynch und J.P. Morgan als Finanzierungspartner ein. Darüber hinaus wird die Investmentgesellschaft ASAC II LP involviert sein, an der Activision-Blizzard-CEO Robert Kotick und Co-Chairman Brian Kelly privat beteiligt sind. Diese kauft 172 Millionen Aktien für 2,34 Milliarden Dollar.

Dennoch wird Vivendi als Minderheitsgesellschafter an Activision Blizzard beteiligt bleiben und 12 Prozent der Aktien behalten. Zuvor waren es 61 Prozent, was dem Unternehmen die Kontrolle über den Publisher gab. Größter Anteilseigner wird ASAC II LP mit 24,9 Prozent sein. Der Deal soll im September abgeschlossen werden.

Dieser Schritt kommt ein wenig überraschend, nachdem es vor wenigen Tagen noch hieß, Vivendi wolle sich eine Sonderdividende in Höhe von drei Milliarden Dollar auszahlen lassen. Dadurch hätte der Konzern nicht nur seine Schulden reduzieren können, sondern auch weiterhin die Kontrolle über Activision Blizzard behalten.

Dass sich Activision Blizzard jedoch freikaufen will, wurde in der Vergangenheit bereits häufiger kommuniziert.