Activision ist immer auf der Suche nach Musikern, die die Rechte an ihren Werken verkaufen, damit sie in einem Guitar-Hero-Spiel verwendet werden können. Allerdings scheinen nicht alle Künstler auch wirklich daran interessiert zu sein. Led Zeppelin lehnte einen Verkauf der Rechte kürzlich ab - sehr zum Bedauern von Activisions CEO Bobby Kotick.

Activision - Led Zeppelin wollen nicht mit Activision zusammenarbeiten

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuActivision
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 2/31/1
Led Zeppelin hält nichts von Spielen, die den Spielern überhaupt nichts über Musik beibringen. Und darum wollen sie die Rechte an ihren Liedern auch nicht an Bobby Kotick verkaufen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Erst vor Kurzem hat Led Zeppelins Gitarrist Jimmy Page eine ablehnende Haltung der Band gegenüber Spielen zugegeben, die dem Spieler nichts „wichtiges“ über Musik beibringen.

Denkt mal an den Schlagzeug-Teil den John Bonham im ersten Lied von Led Zeppelin auf unserem ersten Album Good Times, Bad Times gespielt hat. Wie viele Schlagzeuger auf der Welt können diesen Teil spielen, wenn man sie am Weihnachts-Morgen allein lässt?“

Gegenüber Forbes sagte Activisions Geschäftsführer Bobby Kotick, dass ein Guitar-Hero-Spiel mit Led Zeppelin ein führender Titel sein würde. Etwas, dass die Fans der Serie schon immer haben wollten, was Activision allerdings nicht liefern konnte.

„Im Fall von Guitar Hero machten wir einige Nachforschungen und es war recht klar, dass die Leute nicht noch mehr 80‘er-Jahre Heavy Metal wollten. Aber das was sie wollten, war für uns von der Musikindustrie sehr schwer zu bekommen.
Ich könnte euch ein Beispiel geben: Das, was unsere Zielgruppe am meisten in Guitar Hero wollte, war Led Zeppelin. Aber wir konnten Led Zeppelin nicht davon überzeugen, uns die Rechte zu geben und es war ziemlich schwer, da herumzukommen. Und da waren noch ein paar Sachen... wir versuchten ein paar Sachen herauszubringen, die noch nicht bereit zur Veröffentlichung waren und die heute ziemlich gut von der Zielgruppe aufgenommen werden.“

Activision scheint also schon öfter Startschwierigkeiten mit neuen Titeln der Guitar-Hero-Reihe gehabt zu haben. In dem Zusammenhang erwähnte Kotick auch, dass es immer mal wieder zu „allgemeinem Versagen“ kommt, wenn sich Manager auf ihre institutionellen Vorgaben verlassen und dann versuchen, auf der Welle des Erfolgs anderer Unternehmen mitschwimmen zu wollen. Das könnte man durchaus als Anspielung auf EAs Online-Store verstehen, der letztlich auch gescheitert ist.

„Es gibt eine ganze Reihe solcher Sachen und die schlimmste von allen war, wie ich meine, als im Jahr 1999 jeder sagte, dass die Ära der Konsolenspiele nicht mehr existiert. Das Internet würde alle Videospiele übernehmen und Konsolen würden auf keine Weise mehr erfolgreich sein, egal ob nun in Gestalt oder Form und sie würden Verschwinden und alles würde nur noch digital vermarktet werden. Zu der Zeit gab es einige Firmen in unsere Kategorie, die dem geradezu verfallen sind... man sieht das immer und immer wieder.“