Erst vor zwei Tagen machte Robert "Bobby" Kotick, seines Zeichens Activision-CEO, erneut auf seine Firma aufmerksam, als er gegenüber dem Wall Street Journal angab, sich ein Call of Duty MMO zu wünschen. Jetzt verrät er in einem Interview mit der gleichen Zeitschrift, dass die Einnahmen des Publishers und Herstellers von Computerspielen bei Nicht-Konsolen-Titeln bei über 70 Prozent liege.

Activision - Kotick: "Millioneneinnahmen durch Nicht-Konsolen-Titel"

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Robert "Bobby" Kotick; CEO bei Activision
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So teilte Bobby Kotick mit, dass die Finanzen seines Unternehmens momentan nicht schlecht laufen. Und ein Unternehmenssprecher versicherte, dass die DLC´s für Konsolenspiele, wie das Stimulus Pack für Call of Duty: Modern Warfare 2, in den restlichen 30 Prozent bereits beinhaltet wären.

Der DLC wurde alleine auf XBox Live innerhalb der ersten sieben Tage 2,5 Millionen Mal verkauft. Das Playstation Network sorgte dafür, dass das kostenpflichtige Add On wenig später erneut eine Million Mal heruntergeladen worden wurde. Und das bei umstrittenen 15 Euro Downloadpreis.

Da Haupteinnahmequelle von Activision-Blizzard immer noch World of Warcraft sei, kann man sich nun ungefähr vorstellen wie stark die Einnahmen alleine aus dem MMO sein müssten. Nicht umsonst bezeichnet Kotick es als ihr umsatzstärktes Produkt.

Auf der E3 letztes Jahres verkündigte der CEO, dass die Umsatzrendite von WoW bei 55 Prozent liegen würde. Diese Quote würde in dem Fall den Gewinnanteil aus dem gesamten Umsatz beschreiben. Zum Vergleich: Die Umsatzrendite aller Activision-Produkte liegt bei 39 Prozent.

Activision - Kotick: "Millioneneinnahmen durch Nicht-Konsolen-Titel"

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Haupteinnahmequelle von Activision: World of Warcraft
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Und obwohl es momentan recht rosig für das Unternehmen aussieht, möchte man bei Activision in Zukunft sein Image verbessern: Nach dem Vorwurf einiger Spieler, dass Activison überteuerte Preise für Spiele und Addons zu verlangen würde, sowie dem Rechtsstreit mit den Modern Warfare 2-Machern Infinity Ward, will man nun dafür Sorgen, dass die Weste wieder glänzt.

Vorstandsmitglied Thomas Tippl verspricht nun, dass der Kontakt zur Community wieder verbessert werden soll: "Es gibt möglicherweise eine Reihe von Dingen, die wir unternehmen können, um die Kommunikation zur Community zu verbessern. Als Nummer Eins des Geschäfts werden wir uns trotz vermehrter Kundenkommunikation dennoch auf unsere Hauptaufgabe konzentrieren: Die Entwicklung und Veröffentlichung von Videospielen.", so Tippl im Interview mit IGN.com.

Jedoch ist es seiner Meinung nach nicht möglich alle Fans zufrieden zu stellen. Es werde immer eine kleine Gruppe geben, der man es bei aller Liebe nicht Recht machen kann.