„Ja, es kommt dieses Mal wirklich. Versprochen!“ Das Präsentatoren-Team von Publisher Crimson Cow lässt die nervigen Fragen der anwesenden Journalisten nach dem Erscheinungstermin ihres aktuellen Projektes ohne zu murren über sich ergehen. Nicht ohne Grund – schließlich ist das viel versprechende Adventure „A Vampyre Story“ nun schon seit mehr als einem Jahr überfällig.
Kein Wunder: Das skurrile Rätselspiel stammt aus der Feder von Bill Tiller, und der ist für seine Mittäterschaft an so genialen Genreperlen wie „Curse of Monkey Island“ und „The Dig“ bekannt. Ach ja, und für seine legendäre Unpünktlichkeit mittlerweile auch. Auf der Games Convention durften wir uns von der „jetzt aber wirklich, ganz ehrlich“-Version selbst ein Bild machen – wir warten schließlich lang genug.
Vor einigen Wochen sorgte unser Redaktions-Oberhaupt Matthias mit seinem Test zum kultig-nostalgischen Independent-Hit „Edna bricht aus“ für einiges Aufsehen: 93%, eine der höchsten Wertungen der gamona-Geschichte , zückte er aus dem Ärmel, unseren Goldaward gab’s obendrein. Die Topbenotung galt als Zeichen: So schick manche Adventures heute auch aussehen, das Spielgefühl der „alten Zeiten“ können sie meist nicht heraufbeschwören.
Gemein: Fiesling Shrowdy van Kiefer hat die Arme Mona zur Vampirlady gemacht.Viele Entwickler haben den Trend zur Reduktion aufs Wesentliche erkannt. Den Klassikern von einst Tribut zollen und am besten deren Erfolge wiederholen, lautet heute die Devise. Adventure-Legende Bill Tiller dürfte da noch am ehesten wissen, wie sich ein tolles Adventure spielen muss. Seine Grundprinzipien für „A Vampyre Story“ heißen daher auch: witzige Dialoge, durchdachte Rätsel und eine gehörige Portion Skurrilität.
Die auffälligste Verbindung zur betagten Garde der LucasArts-Klassiker ist jedoch der eigenwillige Grafikstil: Sämtliche der rund 50 verschiedenen Hintergründe sind in 2D gehalten und liebevoll per Hand gemalt – lediglich die Charaktere entspringen der dritten Dimension. Der wundervolle Mix aus schrägen Linien und grotesk-gotischer Architektur erinnert an die düster-morbiden Filme eines Tim Burton (Nightmare before Christmas).
Genialer Grafikstil: Die Sets erinnern eher an einen Tim Burton-Film.Der schräge Look ist jedoch weit mehr als bloßer Selbstzweck, sondern passt punktgenau auf das skurrile Thema – schließlich dreht sich alles um die wunderschöne, aber leider ziemlich untote Vampirlady Mona und ihren frechen Fledermaus-Sidekick Froderick. Gemeinsam knobelt sich das ungleiche Paar durch die düsteren Wälder Draxsylvaniens, vorbei an ulkigen Charakteren und jeder Menge herrlich augenzwinkernd präsentierter Horrorfilm-Klischees.
von Crimson Cow, Autumn Moon EntertainmentGenre: AdventurePC: 17.11.2008Offizielle WebseiteFreigegeben ab 12 Jahren
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
Erinnetr mich irgendwie an die Dialoge aus Edna bricht aus : Benutze Gabel mit Telefonhörer ;)
monkey island und days of the tentakel waren und sind halt noch kult. es kommt halt doch mehr auf athmosphäre und ideen an, als auf die beste 3d-grafik, die möglich ist.
grafisch nich grad umhauend aber das innere zaehlt bei adventures ;)