Autor: Anja Rudlaff

Reichlich Spielfutter für verregnete Herbsttage verspricht uns die Sammlung beliebter Spieleklassiker für den Nintendo Dual Screen. 42 - ist diese Zahl wirklich die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest? Reist mit uns per Anhalter durch die Spielesammlung und erfahrt es aus erster Hand…

Und kein Spielstein geht mehr verloren
Erinnern wir uns nicht alle noch an die Zeiten, als wir bei Elterns im Auto saßen und uns auf dem Weg ins Urlaubsdomizil irgendwie die Zeit vertreiben mussten? Da hieß es dann vorher: "Und vergesst die Spielesammlung nicht wieder!" Beim Versuch, diese auf dem Rücksitz auszupacken, purzelten erfahrungsgemäß erst einmal sämtliche Steinchen und Karten durcheinander, es sei denn irgendein gelangweilter Ordnungsfanatiker hatte das Ganze ordnungsgemäß in zahlreiche Plastiktütchen verstaut. Jaaaaa, und im Himmel ist Jahrmarkt.

42 Spieleklassiker - 42 - Die Antwort auf das Leben, das Universum und den NDS.

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Endlich auch digital: Taschenbillard!
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Also fand man sich binnen kürzester Zeit am Boden krauchend wieder, um den Schaden ein wenig einzugrenzen. Dieser Versuch zog meist ein kurzes aber heftiges Donnerwetter seitens des völlig entnervten Vaters nach sich. Der war natürlich schon seit dem obligatorischen Tüten- und Kofferverstauen morgens um drei Uhr entsprechend bedient. Also hat man sich wieder mucksmäuschenstill auf seinen Platz begeben, um der Dinge zu harren, die da irgendwann kommen würden.

Diese Zeiten sind spätestens jetzt vorbei. Vorausgesetzt natürlich, man ist glücklicher Besitzer eines Nintendo DS. Dann hat man nämlich die Möglichkeit, sich mit all diesen spannenden Spielen, die es schon seit etlichen Generationen gibt, zu vergnügen. Und das Schöne daran ist, man kann sie auch alleine spielen, wenn das blöde Geschwister gerade mal keinen Bock darauf hat.

Packshot zu 42 Spieleklassiker42 SpieleklassikerErschienen für DS kaufen: Jetzt kaufen:

Sei es nun Rommé, MahJongg, Holzkopf, Mau-Mau, Black Jack oder Poker. Dem geneigten Spielerherzen bietet sich auf jeden Fall Kurzweil und Spannung. Auch Halma, Dame, Schach und Klassiker wie Reversi, Schiffeversenken - genannt Seeschlacht -, verschiedene japanische Brettspiele wie Hasami Shogi oder Gomoku und sogar Backgammon lassen sich gut spielen.

Die meisten Spiele gibt es in mehreren Schwierigkeitsgraden und mit einer ausführlichen Erklärung der Spielregeln, so dass auch der völlig unbeleckte Laie schnell damit zurecht kommt.

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"Personalwechsel! Die Karten bitte!"
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Natürlich sind auch Domino und lustige Spielchen wie Flaschenschütteln vertreten. Praktisch an letzterem ist, dass es nicht so eine Sauerei auf dem Rücksitz gibt im Vergleich zu dem Versuch, eine lauwarme Brauseflasche nach drei Stunden Fahrt zu öffnen. Sportspiele wie Bowling, Darts oder Billard lassen sich ebenfalls völlig gefahrlos spielen, ohne dass Mutti ernsthaften Schaden nimmt. Während der Fahrt sind die Ergebnisse natürlich nicht immer die erwünschten, weil man hier schon ziemlich genau zielen muss.

Nach einer kurzen Orientierungsphase im Menü muss man sich nur noch entscheiden, ob man erst im freien Spiel brillieren will oder sich gleich auf "Stempeltour" begibt. In diesem - sozusagen - Karrieremodus werden die Spiele der Reihe nach absolviert. Bei Erfolg gibt es dann jedes Mal einen Stempel für die Sammlung. Man kann natürlich auch die rund 30 Missionen absolvieren und bei der Gelegenheit noch zusätzliche Spiele und Designs freispielen.

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"Braun und Weiß - wir steh'n an eurer Seite..."
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Na, und richtig Freude kommt natürlich dann auf, wenn man die gesamte Familie, mal abgesehen vom Fahrer, für´s Mitspielen gewinnen kann. Dank des Mehrspieler-Modus mit nur einer Cartridge ist das mit bis zu sieben Mitspielern möglich. Selbstredend muss zumindest jeder seinen eigen NDS dabei und frisch aufgeladen haben. Denn die Sache mit der worldwide connection (wfc) funktioniert frühestens wieder dann, wenn man eine drahtlose Verbindung zum Internet nutzen kann.

Analoge Spiele in digitalem Ambiente
Grafik und Animationen sowie die Darstellung der Spielkarten, -steine und sonstiger Elemente sind zwar nicht der Überflieger aber für den Zweck völlig ausreichend. Beim MahJongg gab es allerdings zeitweilig Schwierigkeiten, die chinesischen Schriftzeichen alle auseinander zu halten, da diese auf dem Bildschirm des Dualscreen schon sehr fitzelig daher kommen. Wenn sie sich dann auch noch kaum voneinander unterscheiden, kommt man ins Grübeln, ob es nicht Zeit für einen Besuch beim Augenarzt wäre. Zum Glück gibt es diese Probleme bei den anderen Spielen kaum.

Gespielt wird mit Touchpen und -screen. Hier findet ihr die eigenen Spielkarten oder -steine sowie den virtuellen Spieltisch. Auch den jeweiligen Link zu den bekömmlich erläuterten Spielregeln kann man hier antippen. Auf dem Topscreen gibt es Spielanweisungen und die Darstellung der gegnerischen Objekte. Gespeichert wird nach jedem abgeschlossenen Spiel.

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Und zwischendurch: 'ne ruhige Kugel schieben...
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Die Bedienung über den Touchpen funktioniert ausnahmslos gut, sogar beim Bowling und Dartspiel. Musikalisch wird eine Mischung aus NES-ähnlichen Klängen, jazzigen und zahlreichen anderen Themen geboten. Abwechslung für die Ohren gibt es genug, da jedes Spiel seine eigenen Stücke aufbietet - und zwar gleich mehrere, je nach Spielfortschritt. Geräusche wie Mini-Explosionen beim Schiffeversenken oder typische Bowlingklänge wurden ordentlich umgesetzt. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, ist ja auch nicht notwendig. Das Mikro kommt diesmal nicht zum Einsatz.