Der Nintendo 3DS wird für etwa 250 Dollar gehandelt. Hierzulande kann man ihn schon für 222 Euro mit einem Gratisspiel bei Amazon oder Saturn bekommen. Die Produktionskosten liegen allerdings, wie zu erwarten war, deutlich niedriger.

3DS - Produktion kostet nur etwa 71 Euro

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Mit jedem verkauften 3DS macht Nintendo etwa 100 Euro Gewinn. Die starken Preissenkungen vor dem Release könnten aber das Signal aussenden, dass er seinen Preis gar nicht wert ist.
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Nimmt man alle Teile zusammen, so kosten sie etwa 101 Dollar, was umgerechnet etwa 71 Euro entspricht. Das hat UBM TechInsights herausgefunden, nachdem sie das Gerät in seine Einzelteile zerlegt und die Preise dafür zusammengerechnet hatten. Damit ist der 3DS etwa 15 Dollar teurer in der Produktion als der DSi, bei seinem Marktstart.

Dennoch, die Entwicklung und die Idee hinter dem 3DS macht ihn zu einem durchaus wertvollen Gerät. Es ist ein schönes Stück Technik, für das Nintendo durchaus seine etwa 100 Euro Gewinn verdient. Man muss aber auch bedenken, dass die Händler, die den 3DS verkaufen, auch ihr Stück vom Kuchen abbekommen wollen. Die Marge ist aber recht klein. Verkäufer verdienen mehr an Zubehör und Spielen als an der eigentlichen Hardware.

Hinzu kommen die Preiskämpfe, die sich die Verkäufer im Nachhinein noch liefern. So lag der Listenpreis für die Konsole ursprünglich bei 249 Euro und wurde erst vor kurzem gesenkt. Man sieht also, dass der Spielraum für die Händler durchaus nicht klein ist. Ein derartiges Vorgehen kann aber auch das falsche Signal senden. Käufer könnten auf die Idee kommen, dass das Gerät seinen Preis nicht wert ist.

Es ist allerdings auch nicht unbedingt einfach, den 3DS zu verkaufen. Diejenigen, die das Gerät zuerst kaufen, bringen noch keine all zu großen Gewinne ein. Erst die zweite, dritte oder vierte Käuferwelle sorgt für einen gut laufenden Umsatz. Das Problem daran ist, dass man die 3D-Effekte nicht wirklich gut bewerben kann. Die Leute müssen sie selbst erfahren und das Gerät in den Läden testen.