Einige japanische Berichte gehen etwas näher darauf ein, was es mit der Schließung von Nintendos Briefkasten wirklich auf sich hat. In der vergangenen Woche schloss das Unternehmen den beliebten Onlinedienst mit der Begründung, Minderjährige in Zukunft besser schützen zu wollen.

3DS - Nintendo Briefkasten wurde von Männern genutzt, um sich mit Mädchen zu treffen

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Im Internet wurden laut Nintendo Freundes-Codes ausgetauscht, um schließlich anstößige Briefe zu verschicken. So trafen sich etwa zwei Männer im Alter von 49 bzw. 36 Jahren mit einem 12 Jahre alten Mädchen in ihren Hotelzimmern, wie Yomiuri Online berichtet, dabei allerdings nicht direkt SwapNote bzw. den Briefkasten erwähnt (sondern nur den 3DS). Die beiden Männer wurden bereits festgenommen.

Mainichi hingegen schreibt, dass ein 44-Jähriger zwei Mädchen (11 und 12 Jahre) über den Briefkasten Nacktbilder schickte. Der Mann hat dies bereits gestanden. Es sind also derartige Dinge, mit denen Nintendo zu kämpfen hatte und die man mit der Schließung offensichtlich vermeiden möchte.

Sowohl auf Yomiuri als auch Mainichi steht, dass die Eltern der betroffenen Kinder zwar die Internetfunktion des 3DS deaktiviert, die Kids diese dann aber selbst wieder aktiviert hätten. Anscheinend gibt es noch mehr Berichte über andere solcher Fälle, wie Mainichi anmerkt.

Ins Detail ging Nintendo im Rahmen der Schließung bislang nicht. 3DS bzw. 2DS verfügen zwar über Alterseinstellungen, die von den Eltern individuell angepasst werden können, doch hier herrscht noch viel Aufklärungsbedarf.

Als Ersatz wird demnächst Miiverse auf die Nintendo-Handhelds kommen (wohl noch 2013), dessen Beiträge direkt von Nintendo kontrolliert werden.