Eine Umfrage in Großbritannien ergab, dass nur zwei Prozent der Befragten Interesse daran hat, sich einen 3D-Fernseher anzuschaffen. Für 3D-Gaming im Konsolenbereich sieht es entsprechend schlecht aus.

3D - Nur 2 Prozent der Briten wollen einen 3D-Fernseher anschaffen

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Ein 3D-Fernseher von Panasonic. Wohl oder übel ein Ladenhüter...
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Bei der von YouGov durchgeführten Befragung nahmen 4190 Personen teil. Befragt nach ihrer Haltung dazu, sich nächstes Jahr einen 3D-Fernseher zu kaufen, wollten nur 89 tatsächlich ein solches Gerät anschaffen.

„Es ist bemerkenswert, wie Konservativ die Einstellungen der Leute gegenüber ihrem Konsumverhalten für Technologie im Verlauf des nächstens Jahres sind“, sagte Paul Lee, Direktor von Deloitte Media.

„Sie waren nicht verpflichtet, während der Untersuchung etwas zu kaufen und wollen jetzt voraussichtlich immer noch nur wenig für einen Fernseher ausgeben. Die Gürtel wurden während der Wirtschaftskrise enger geschnallt und mit ein wenig Verständnis davon, was vor uns liegt, sind die Verbraucher momentan immer noch vorsichtig.“

Die Untersuchung fand ebenfalls heraus, dass die Briten nur eine sehr geringe Neigung zu neuen Fernsehformaten haben, wie sie zum Beispiel über alternative Sendemöglichkeiten inklusive Internetgestützte Übertragung von Inhalten, Kabel- und Satellitenempfang verbreitet werden. Es besteht hier wohl ebenso wenig Interesse an digitalen Receivern und den damit verbundenen Sendeformaten.

Diese Zurückhaltung war bei den Befragten im Alter über 45 Jahren um so stärker. Von jenen fanden nur 1% der Befragten die Idee interessant, sich im nächsten Jahr einen 3D-Fernseher zu beschaffen.

Zwar liegen für Deutschland und den restlichen europäischen Markt keine Untersuchungszahlen vor, es zeigt sich jedoch, dass die Zurückhaltung bei der Anschaffung von 3D-Geräten recht groß ist. Dies könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass für die meisten der aktuellen 3D-Geräte eine Brille nötig ist, um in den Genuss der Effekte zu kommen. Außerdem wird von vielen Nutzern kritisiert, dass 3D-Inhalte deutlich anstrengender zu sehen sind, als gewöhnliche Bilder.

Dies wird unter anderem bei 3D-Kinofilmen deutlich, bei denen die Zuschauer nicht selten über Kopfschmerzen klagen oder trockene Augen, da die Verfolgung des Bildaufbaus ein deutlich anderer ist, also bei gewöhnlichen zweidimensionalen Inhalten. Vergleicht man nun die durchschnittliche Dauer eines Kinofilms mit der durschnittlichen Zeit des Fernsehkonsums, wird schnell deutlich, dass 3D-Fernseher, aufgrund des anstrengenderen Sehens, nicht all zu beliebt sein werden.