Autor: Matthias Grimm

»Meine Güte, das stinkt aber gewaltig!« Nein, wir machen ausnahmsweise einmal nicht unserem Ärger um bugverseuchte Spiele, schlechten Support oder die nächste Releaseverschiebung eines heiß ersehnten Top-Titels Luft. Nein, dieser Satz ging einer ganzen Reihe von Journalisten durch den Kopf, als sie die Präsentationsräume der PS3-Versionen von »NHL 2K7« und »NBA 2K7« betraten.

Der Grund: 2K Sports hatte zu diesem Zweck an einen Ort eingeladen, der authentischer kaum sein konnte - in die Umkleidekabine des Eishockey-Bundesligisten EHC München. Und dass dort echte Kerle ein und aus gehen, war der Duftnote der Location deutlich zu entnehmen.

Im Schweiße ihres Angesichts
Nach spätestens fünf Minuten ist der strenge Duft allerdings schon fast vergessen gemacht: Schließlich steht eine niegelnagelneue Playstation 3 in der Ecke, daneben die fertigen Versionen von »NHL 2K7« und »NBA 2K7«. Kein Geringerer als Matthew Seymour, Executive Producer bei 2K Sports, begrüßt uns. Trotz Jahrhundert-Sturm Kyrill hat er es sich nicht nehmen lassen, den weiten Weg von London auf sich zu nehmen, um uns die Spiele zu zeigen - und natürlich selbst Hand anlegen zu lassen.

2K Sports Day - NHL 2K7 und NBA 2K7 - so sehen die ersten Sportspiele auf der PS3 aus!

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Authentischer geht's nicht mehr: die Katakomben des EHC München.
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Auf den ersten Blick unterscheiden sich die gezeigten Versionen nicht wesentlich von den bereits erschienenen auf der Xbox 360. Allerdings unterstützt die PS3 endlich »echtes« HD mit einer Auflösung von 1080p statt den 720p der 360-Fassung. Dadurch wirkt das Geschehen noch einen Tick plastischer - die Zeiten, in denen Spielgrafik nicht mehr von einer »echten« Fernsehübertragung zu unterscheiden ist, rücken in vorfreudige Nähe.

Shaq your ass!
Vor allem die Modelle der Spieler wurden noch einmal überarbeitet und ähneln nun stärker ihren realen Vorbildern. Zudem hat 2K Sports die längere Entwicklungszeit der PS3-Version genutzt, um noch mehr Charaktere ins Spiel einzubauen. Insbesondere »NBA 2K7« greift nun auf sehr viel mehr Motion-Capturing-Daten zurück, die die Spieler nicht nur realistischer wirken lassen, sondern vor allem die individuellen Bewegungsmuster der echten Basketball-Stars wirklichkeitsgetreu imitieren.

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Mehr Spielermodelle, höher aufgelöst.
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Ebenfalls der zusätzlichen Zeit geschuldet ist eine starke Verbesserung der Künstlichen Intelligenz. Die war zwar bereits auf der Xbox 360 recht ansehnlich geraten, vor allem aber in Bezug auf die Abwehrarbeit konnte sie für die neue Playstation noch einmal erheblich verbessert werden. Beim anschließenden Probespielen konnten wir uns persönlich davon überzeigen, wie insbesondere das Stellungsspiel beim Eishockey nun viel präziser funktioniert und sich die Recken sehr viel schlauer anstellen.

Der Axe-Effekt
Der größte Unterschied zu den 360-Fassungen stellt sicherlich der Einsatz des Sixaxis-Controller (6-Achsen-Controller) der Playstation 3 dar. Zur Erinnerung: Das Gamepad der PS3 verfügt ähnlich wie Nintendos Wii über einen Sensor, der die Bewegungen des Spielers direkt ins Spiel übernimmt. Eingefleischte Sportsimulanten brauchen jedoch keine Angst haben, dass die Serie damit eine völlig neue Richtung einschlägt und zu ähnlichen Zappeleien verdonnert, wie es die Wii-Spiele tun.

Stattdessen kommt der Sixaxis-Controller nur bei bestimmten Situationen zum Einsatz: Bei»NHL 2K7« habt ihr etwa die Möglichkeit, mit einem Stoß des Controllers einen speziellen Body-Check durchzuführen, der vor allem in Mehrspieler-Partien zu launigen Prügeleien einlädt. Außerdem könnt ihr mit Neigen des Pads den Torhüter bei Schüssen aus der Distanz zum Ausfallschritt einladen.

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Der Sixaxis-Controller kommt leider nur bei Freiwürfen zum Einsatz.
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Von den ursprünglichen Plänen, die technischen Möglichkeiten des 6-Achsen-Controllers auch beim Dribbling in »NBA 2K7« einzusetzen, hat man zum Glück wieder Abstand genommen. »Wir hatten dieses Feature bereits ins Spiel implementiert«, erklärt Matthew Seymour mit einem Augenzwinkern. »Aber es war einfach nur nervig.« Stattdessen wirkt sich der Bewegungssensor nun lediglich bei Freiwürfen aus: Hier muss der Controller wie der Ball im echten Spiel zunächst an die Stirn gehalten und dann nach vorne zum Wurf bewegt werden. Das klappt erstaunlich gut und macht Laune.

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Matthew Seymour von 2K Sports in seinem Element.
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Bis jetzt sind diese Features allerdings lediglich als nette Gimmicks zu sehen, da sie das Spiel kaum um neue Facetten bereichern und eher aufgesetzt denn wirklich sinnvoll wirken. Allerdings versicherte uns Matthew Seymour, dass für die »2K8«-Saison hier sehr viel mehr in Planung sei. »Für die aktuelle Version hatten wir einfach nicht mehr genug Zeit, die Spiele vollends auf die Möglichkeiten des neuen Controllers auszurichten. Da wird aber noch Einiges kommen.« Wir bleiben für euch - im wahrsten Sinne des Wortes - am Ball bzw. Puck.