24: The Game (PS2 Preview)
von Nedzad Hurabasic

In Amerika ist am Wochenende die fünfte Staffel der höchst erfolgreichen TV-Serie "24" angelaufen, bei der Kiefer Sutherland in der Hauptrolle als "Jack Bauer" mitwirkt. Nun gibt es demnächst auch ein Spiel zur Serie, das den Spielern erlaubt, in die Haut der Serienhelden zu schlüpfen.

24: The Game - Trailer

Der erste Eindruck ist gut, soviel lässt sich schon jetzt sagen. Fans der Serie werden die einzelnen Charaktere sofort wieder erkennen. Insgesamt hat das gesamte Spiel oder besser gesagt die Serie einen hohen Wiedererkennungswert, sogar die Telefone klingen gleich und auch die Synchronsprecher scheinen zumindest teilweise dieselben zu sein.

Inhaltlich ist das Spiel zwischen der zweiten und dritten Staffel angesiedelt und soll Licht in einige offene Storyelemente bringen. Daher sind auch alle wichtigen Serienfiguren aus diesem Abschnitt vertreten.Natürlich konzentriert sich das Spiel weitestgehend auf die actionlastigen Elemente der Serie, sodass Figuren wie Jack Bauer oder Chase Edmunds meist mit einer Schusswaffe in der Hand durch insgesamt 58 Missionen gesteuert werden dürfen, von denen in der vorliegenden Version acht angetestet werden durften.

24: The Game - Jack Bauer kommt nicht nur im TV: Wir haben die 24 Preview Version angezockt!

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Die Steuerung ist - für Konsolen-Shooter typisch - ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mit dem linken Stick wird die jeweilige Spielfigur durch Bürogebäude, Schiffe oder andere Gebäudekomplexe gesteuert, während der rechte Analogstick für die Ausrichtung bzw. die Blickrichtung der Figur eingesetzt wird. Um zu zielen, wird die linke Schultertaste verwendet, wer mag kann sich dabei von der Automatik helfen lassen (Zielmodus), die den nächststehenden Gegner direkt ins Visier nimmt oder per Tastendruck zum nächsten springt. Auf diese Weise lässt sich die sonst ungenaue Steuerung des Fadenkreuzes auch gut verschmerzen.

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Alternativ kann zwar (Standardmodus) darauf verzichtet werden, doch empfehlenswert ist das nicht, da die Einsätze dadurch zu wilden Schießereien ausarten. Unterwegs finden die CTU-Agenten (Counter Terrorist Unit) auch jede Menge verschiedener Waffen, einige Körperpanzer und auch Medi-Kits. Was die Bösewichte fallen lassen, nachdem sie erschossen oder festgenommen wurden, darf der Spieler aufheben und selbst benutzen.

Wie in der Fernsehserie läuft, während die Story voranschreitet, auch im Spiel ständig die Zeit herunter, was die Spannung hoch hält und den Spieler unentwegt unter Druck setzt.Wer sich zu viel Zeit lässt, muss bestimmte Missionsabschnitte ab den Autospeicherpunkten nochmals wiederholen. Der Spieler kann zumindest in der Preview-Version keine eigenen Speicherstände anlegen. Allzu schlimm ist das aber nicht, die Speicherorte sind durchweg fair verteilt. Die Entwickler des Spiels sind sichtlich bemüht, die verschiedenen Aspekte der TV-Serie korrekt wiederzugeben und daher sind die einzelnen Level zwar linear aufgebaut, aber häufig lockern Minispiele oder besondere Aufgaben das Spielgeschehen auf.

So müssen die Agenten beispielweise Bombenzünder deaktivieren, Schlösser hacken oder Verhöre durchführen. Jede der Aufgaben muss auf eine andere Art und Weise bewältigt werden, auch wenn die Verhör-Technik doch zu fummelig ausgefallen ist und teilweise auf Zufall aufgebaut zu sein scheint. Im Test gelang es uns erst beim sechsten Anlauf, die Befragung zu unserem Gunsten zu entscheiden.Interessant ist auch, dass die Aufgaben eines Charakters als Grundlage für die Arbeit der anderen Spielfigur weiter genutzt werden. Ein Techniker im Hauptquartier der Sondereinheit muss beispielsweise Scharfschützen-Attentäter in Hochhäusern ausfindig machen und ihre Positionen an Jack weitergeben. Der Spieler übernimmt nach erfolgreicher Ermittlung der Positionen sogleich die Steuerung von Bauer und feuert seinerseits mit einem Sniper-Gewehr auf die Assassinen. Auf diese Weise hat man fortwährend das Gefühl, ein Teil der Story zu sein. Zwischendurch kommt es auch auf das fahrerische Geschick des Spielers an, der sich teilweise auch hinter das Steuer von Fahrzeugen schwingen darf oder muss und die Straßen von L.A. bei der Verbrecherjagd unsicher macht.

Damit der Spieler in den oft verzweigten Missionen die Übersicht behalten kann, steht ihm eine Minimap zur Verfügung, auf der alle wichtigen Objekte, eine Wegmarkierung zum nächsten Ziel und auch Feinde verzeichnet sind.

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Diese werden sogar mit Blickrichtungsanzeige versehen, wie sie z. B. auch schon in "Splinter Cell" eingesetzt wird. Auf diese Weise können die Agenten ihre Feine auch umgehen, falls möglich. Sie können auch versuchen, die Verbrecher zur Aufgabe zu zwingen, indem sie sich als "Federal Agent" oder "CTU" zu erkennen geben. Meist scheitert das jedoch und es kommt zum Feuergefecht, in deren Verlauf sich aber auch der eine oder andere Kontrahent ergibt. Danach sollte man sie lieber nicht mehr erschießen (was natürlich auch für Zivilisten gilt), da es sonst in der anschließenden Missionsauswertung Abzüge gibt.

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In der Auswertung werden eine ganze Reihe von Punkten für verschiedene Aspekte des Gameplays vergeben (Effizienz, Kopfschüsse, Feinde erschossen, die sich ergeben haben usw.). Für besonders hohe Wertungen werden Boni freigeschaltet. Dummerweise wird vor Beginn der Missionen nicht bekannt gegeben, welche Subziele der Spieler erreichen kann, das sollte in der fertigen Version des Spiels vielleicht geändert werden.

Verbessert werden können auch einige technische Details. So bleiben die Spielfiguren teilweise an einigen Ecken und Kanten hängen oder lassen sich nicht mehr ohne weiteres aus bestimmten Positionen fortbewegen.

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Die Grafik ist größtenteils in Ordnung, ein wenig mehr Detail könnte den Texturen aber nicht schaden. Vor allem die Umgebung leidet ein wenig unter der detailarmen Darstellung, die Spielcharaktere sind aber gut entworfen und geben ihre Serienvorbilder gut wider.

Erster Eindruck der Preview Version:

Pro:

+ Hoher Wiedererkennungswert der Serie + Abwechlunsgreiches Gameplay + Nette Minispiele & Spezialaufgaben

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Contra:

- Umgebung hat zuwenig Texturdetails - kleine Clippingfehler

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Ausblick
24: The Game hat in der Preview-Version einen guten Eindruck hinterlassen. Wer die Serie mag und schon immer als Jack Bauer oder einer seiner Kollegen von der CTU aktiv werden wollte, darf sich auf ein abwechslungsreiches Actionspiel freuen. Aber auch für alle anderen Shooterfans könnte die Serienumsetzung interessant sein, bietet sie doch genug Tiefgang, eine gute Story und ein gelungenes Gameplay. Wenn bis zum Release die kleinen Probleme noch beseitigt werden, steht dem Spielspaß auf hohem Konsolen-Niveau wohl kaum noch etwas im Wege.