24: The Game (PS2 Review)
von Nedzad Hurabasic

"24", das ist die höchst erfolgreiche US-Fernsehserie, die das Leben des CTU-Agenten Jack Bauer und seiner Kollegen in Echtzeit abbildet. Sie zeigt, wie sich der Gesetzeshüter in den Dienst der CTU (Counter Terrorist Unit), einer speziellen Anti-Terror-Behörde stellt und sein Land zu schützen versucht.

Dies hat Sony nun als Videospiel exklusiv für die PlayStation 2 umgesetzt, sodass alle Fans der Serie in die Rolle ihrer Helden schlüpfen können. Ob das Spiel aber auch etwas für Gamer ist, die mit der Serie nichts am Hut haben?

24: The Game - Trailer

Glücklicherweise haben sich die Entwickler dazu entschieden, nicht nur einen bloßen Abklatsch einer der bisher vier ausgestrahlten Seasons nachzubauen (die fünfte läuft derzeit in den USA). Der Handlungsstrang von 24 - The Game spielt vielmehr zwischen der zweiten und dritten Episoden-Reihe, im Englischen "Seasons" genannt. Fans werden sich sofort heimisch fühlen: Die Schauspieler und ihre Serien-Charaktere, wie beispielsweise Hauptdarsteller Kiefer Sutherland (alias Jack Bauer), sind sehr gut zu erkennen. Auch das gesamte Setting, Telefongeräusche, Einblendungen - alles ist dem Vorbild eins zu eins nachempfunden und vermittelt sofort das gewohnte 24-Feeling.

Wer ins kalte Wasser geschmissen wird und von der Serie nicht den blassesten Schimmer hat, wird sich zwar auch sofort zurechtfinden. Allerdings werden sich Neulinge daran gewöhnen müssen, ständig unter Zeitdruck zu stehen. Denn die Zeit läuft unerbittlich herunter, ständig vermittelt irgendein herabzählender Countdown das Gefühl von Stress.

24: The Game - Das Game zur Serie: Wie gut ist der virtuelle Jack Bauer wirklich?

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Das kann einerseits motivierend wirken - wer allerdings zu oft an den Zeitvorgaben scheitert und gewisse Abschnitte des Spiels wieder und wieder absolvieren muss, könnte geneigt sein, den Controller in die Ecke zu feuern.

Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist insgesamt aber eher moderat gehalten, auch wenn es einige Schwankungen auf der Skala gibt - sowohl nach oben, als auch nach unten. Einige Missionen, wie beispielsweise die immer wieder eingestreuten Verfolgungsjagden mit dem Dienstwagen sind so simpel gehalten, dass man eigentlich nichts falsch machen kann.

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Und das, obwohl die Steuerung der Vehikel arg schwammig geraten ist. Auch wenn es sich hier nicht um ein dediziertes Rennspiel handelt, hätte ein bisschen mehr Kontrolle, bzw. "Grip" dem Fahrverhalten nicht geschadet.

Doch dies sind nur Intermezzi von wenigen Minuten, meist muss der Spieler den Verbrechern lediglich lange genug auf den Fersen bleiben und einen bestimmten Punkt erreichen, um die Mission erfolgreich abzuschließen. Wie bei allen anderen der insgesamt 58 Missionen erfolgt an ihrem Ende eine Auswertung der einzelnen Sub-Aufgaben. Je nach Erfolg werden kleine Extras freigeschaltet.Die Handlung wird, und das ist die große Stärke des Spiels, immer wieder von gekonnt aufgemachten Cut-Szenen vorangetrieben. So wird in Serien-Manier immer wieder von den "Field-Agents" zu den im Hauptquartier der CTU stationierten Einheiten geschaltet, werden Telefonate geführt, werden Anweisungen gegeben, der Bildschirm geteilt (Split-Screen), sodass die Handlung auf verschiedenen Ebenen parallel verfolgt werden kann, usw. Die dazwischen stattfindende Action ist aber natürlich mehr als ein bloßer Lückenfüller. Die Entwickler haben sich spürbar bemüht, das Gameplay so abwechslungsreich wie irgend möglich zu gestalten und den vielfältigen Aufgaben der Terror-Bekämpfer gerecht zu werden.

So rennt der Spieler nicht nur in der Gestalt von Jack Bauer durch verschiedenste Gebäude, auch seine Kollegen Tony Almeida oder Chase Edmunds kommen zum Einsatz. So werden gleichzeitig auch einige offene Fragen beantwortet, die in der Serie nicht behandelt wurden.Außerdem darf der Spieler sich durch eine ganze Reihe von Mini-Games hangeln, die zur Auflockerung eingestreut sind. Mal geht es darum Tür-Codes zu knacken, Bomben zu entschärfen oder Scharfschützen per Satellit aufzuspüren. Bei anderen Gelegenheiten müssen Zeugen befragt werden. Das geht einerseits per gewohntem Frage-Antwort-Spielchen, andererseits gibt es auch eine besondere Verhörtechnik, bei der man auf eine visuelle Anzeige reagieren muss, die den Erregungszustand des Befragten anzeigt, damit es zum Erfolg kommt.

Hauptsächlich läuft der Spieler aber durch verschiedene Gebäude oder Objekte, immer auf der Jagd nach der nächsten verwertbaren Information, die ihn auf die Spur der großen Drahtzieher, den Hintermännern von Anschlägen auf den Vize-Präsidenten, Gas-Anschlägen oder andere üble Machenschaften bringt. Ob dabei ein Schiff durchsucht wird, ein verlassener Industriekomplex oder ein Bürogebäude - die Vorgehensweise ist immer gleich!

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Der Spieler steuert seine Figur mittels einer stets eingeblendeten Minimap durch die Räume und ist meist auf sich allein gestellt. Dabei stellen ihm sich natürlich diverse feindliche Subjekte in den Weg. Einige können dazu bewegt werden sich zu ergeben - sei es durch Beschuss oder das Rufen von "CTU".

Die meisten Widersacher müssen jedoch mit Waffengewalt ausgeschaltet werden, wofür sich im Verlauf der Missionen meist ein beachtliches Arsenal ansammelt. Bequem: Es wird automatisch die effektivste Waffe zur Hand genommen.

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Der Spieler steuert seine Figur mittels einer stets eingeblendeten Minimap durch die Räume und ist meist auf sich allein gestellt. Dabei stellen ihm sich natürlich diverse feindliche Subjekte in den Weg. Einige können dazu bewegt werden sich zu ergeben - sei es durch Beschuss oder das Rufen von "CTU".

Die meisten Widersacher müssen jedoch mit Waffengewalt ausgeschaltet werden, wofür sich im Verlauf der Missionen meist ein beachtliches Arsenal ansammelt. Bequem: Es wird automatisch die effektivste Waffe zur Hand genommen.Sich ergebende Feinde sollten aber nicht mehr be- oder noch schlimmer - erschossen werden. Das führt zu happigen Abzügen in der Missions-Auswertung und kann unter Umständen auch zum Scheitern führen. Wie schon erwähnt hilft die Übersichtskarte bei der Orientierung in den oft labyrinthartigen Gebäuden, sie zeigt aber auch die Position von Bösewichten und ihren Helfershelfern an, sowie ihre Ausrichtung, respektive Blickrichtung. Gefahrenherde können so umgangen werden, allerdings wird auch häufig gefordert, möglichst alle feindlichen Ziele auszuschalten.

Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass es auch Missionen gibt, bei denen die Wumme im Halfter stecken bleiben muss. In diesen Fällen geht es in erster Linie um Informationsbeschaffung und der Agent muss sich auch darauf einstellen, per pedes auf die Verfolgung von Flüchtenden zu geraten.Dabei kommen aber auch einige Schwachpunkte des Spiels zum Vorschein. So beispielsweise die doch zu ungenaue Kontrolle der Spielfiguren. Zu oft bleiben die Spielcharaktere an Ecken hängen, ist die Steuerung beim Umkurven von Hindernissen zu ungenau, sodass die vorgegebenen Ziele erst nach mehrmaligen Versuchen erreicht werden können. Dafür ist das Ballern im Vergleich zu anderen Konsolen-Shootern vergleichsweise gut gelungen. Per Tastendruck wird eine Zielautomatik aktiviert, die den nächsten Gegner ins Visier nimmt. So umgehen die Entwickler geschickt die ansonsten problematische Ausrichtung des Fadenkreuzes, das allerdings auch manuell gesteuert werden kann. Bei Beschuss versuchen sich einige KI-Kontrahenten zwar zu verstecken, oft genug bleiben sie jedoch auf freiem Feld stehen und bieten so ein ideales Ziel. Unsere Agenten können allerdings hinter verschiedenen Objekten oder Mauervorsprüngen in Deckung gehen, um dann hervorzulugen und gezielte Schusssalven auf die Feinde abzugeben.

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Gelegentlich findet man auch Extras wie Schutzwesten, die die Widerstandsfähigkeit der Spielfiguren erhöhen. Wirklich nötig ist das aber eigentlich nicht. Im gesamten Test ist keine Mission gescheitert, weil unsere Helden erschossen worden wären. Lediglich der Faktor Zeit sorgt für den einen oder anderen Frustfaktor.

Grafisch ist das Spiel eher ein zweischneidiges Schwert. Die Figuren, vor allem die Serienhelden, werden gut dargestellt, vor allem die Zwischensequenzen bieten astreines 24-Feeling. Allerdings sind die Level relativ langweilig designt und weisen relativ wenige Textur-Details auf.

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Ein Augenschmaus sieht wahrlich anders aus, auch für PS 2-Verhältnisse sind die blockartigen Objekte oft höchstens Mittelmaß. Soundtechnisch gibt es keine Beanstandungen - im Gegenteil. Alle Synchronsprecher der Serie sind mit an Bord, die Telefone klingeln wie gewohnt, der Countdown hat dieselben Effekte, die Waffen klingen gut.

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Ein Augenschmaus sieht wahrlich anders aus, auch für PS 2-Verhältnisse sind die blockartigen Objekte oft höchstens Mittelmaß. Soundtechnisch gibt es keine Beanstandungen - im Gegenteil. Alle Synchronsprecher der Serie sind mit an Bord, die Telefone klingeln wie gewohnt, der Countdown hat dieselben Effekte, die Waffen klingen gut.