187 Ride or Die (PS2-Review)
von Andreas Mueller

Wem illegale Straßenrennen bislang zu legal waren, der kommt bei 187 Ride or Die nun endlich auf seine Kosten. Schraubt die Plastikspoiler ab und ladet die Waffen durch - statt optischem Schnickschnack wird hier auf scharfe Munition gesetzt.

Die Stadt South Central erwartet euch und erfordert euer Können, sowohl am Lenkrad als auch am Waffenabzug!

Ruppige Straßenrennen

Insgesamt 30 unterschiedliche Fahrzeuge warten darauf, von euch durch die Straßen von South Central gelenkt zu werden.

Die Regeln der Straßenrennen sind knallhart - hier geht es nicht nur um eine gute Platzierung sondern auch darum, überhaupt die Ziellinie zu überqueren. In jedem Fahrzeug sitzen zwei Personen - während sich der Fahrer auf den Straßenverlauf konzentriert, lehnt sich der Beifahrer elegant aus der Karosserie und nimmt die Konkurrenz unter Beschuss.

Teamwork
Auf Wunsch könnt ihr beide Parts gleichzeitig steuern, in dem ihr per Analogstick lenkt und je nach Tastendruck wahlweise nach vorne oder hinten ballert. Das Zielen wird in diesem Fall zur Erleichterung mehr oder weniger automatisch erledigt. Richtiger Spaß kommt jedoch erst dann auf, wenn ihr euch mit zwei Personen vor der Konsole versammelt und euch im Team ins Rennen stürzt. Die Aufgabentrennung erleichtert es, sich jeweils auf seinen Part zu konzentrieren. Gut eingespielte Teams werden mit dem hohen Schwierigkeitsgrad deutlich besser fertig als ambitionierte Einzelspieler.

Waffenpower dank Power-Ups Für den nötigen Munitionsnachschub sorgen Power-Ups, die über die gesamte Strecke verteilt sind. Sobald ihr eine Waffe aufsammelt, begibt sich der Beifahrer sofort in Position. Bei Cabrios schwingt er sich sogar hübsch animiert aus dem Fahrzeug.

Ist die Munition verbraucht, bringt er sich sofort wieder in Sicherheit. Heftiger Beschuss kann dazu führen, dass sich der Beifahrer verletzt und sich zurückziehen muss. In einer solchen Situation solltet ihr dringend ein Medi-Pack einsammeln - dies repariert nicht nur euer Vehikel sondern heilt auch den Schützen.

Waffenwahl
Mit über 20 verschiedenen Waffen kommt während der Rennen keine Langeweile auf - von der schwachen Pistole bis hin zur Bazooka dürft ihr so ziemlich alles abfeuern, was man sich vorstellen kann. Die Karosserien der Fahrzeuge nehmen dabei deutlich sichtbaren Schaden - Einschusslöcher, Verformungen bis hin zu aufsteigendem schwarzen Rauch deuten auf den aktuellen

187 Ride or Die - Feuer aus allen Rohren!

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Zustand der Karren hin. Da zum Waffenarsenal auch Minen zählen, kommt zusätzlicher taktischer Tiefgang ins Spiel. Die Minen explodieren ohne Verzögerung. Ein unmittelbar hinter euch fahrender Gegner ist somit leichte Beute.

Spektakuläre Abflüge
Highlight der bleihaltigen Rennen sind jedoch die absolut spektakulär inszenierten Explosionen. Habt ihr einem Gegner derart stark zugesetzt, dass sein Fahrzeug komplett demoliert ist, verabschiedet er sich mit einer gigantischen Explosion. Dabei überschlägt sich meistens nicht nur das Fahrzeug, auch Fahrer und Schütze fliegen im hohen Bogen durch die Luft. Dabei handelt es sich

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übrigens nicht um vorgegebene Sequenzen, sondern um physikalisch berechnete Abläufe. Das Spiel unterbricht dabei kurz, und stellt das Ableben des Gegners in einer Zeitlupeneinstellung dar - äußerst gelungen!

Gutes Fahrmodell
Neben den spaßigen Waffenoptionen glänzt das Gameplay durch ein intuitives Fahrmodell. In guter Arcade Manier drifted ihr durch die Kurven. Die Lenkung ist dabei sehr präzise, was bei hohem Gegneraufkommen, Straßenverkehr, Gegnerbeschuss und Straßenminen auch dringend erforderlich ist. Um noch ein wenig mehr Brisanz ins Spiel zu bringen, dürft ihr zusätzlichauf Nitros zugreifen. Gerade wenn euch mehrere Gegner gleichzeitig aufs Korn nehmen, ist ein solcher Geschwindigkeitsschub ein gern genommener Ausweg.

Story-Modus
Neben den einfachen Arcade-Modi erwartet euch ein Story-Modus. Eine interessante Aneinanderreihung von Straßengefechten sorgt dabei für Abwechslung.

Stets coole Ansprachen eures Gangster-Boss vermitteln euch den Ernst der Lage. Neben gewöhnlichen Rundenrennen müsst ihr hier auch einfach mal unbewaffnet der Polizei entkommen, Eskorten vernichten oder in geschlossenen Arealen eine Art Deathmatch ausfechten. Erfolgreiches Abschneiden ist zudem der Schlüssel zu weiteren Strecken und Fahrzeugen, was für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgt.

Zu Zweit die Story voran treiben! Äußerst löblich ist die Möglichkeit, den Story Modus auch im Zwei-Spieler Team zu bestreiten.

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Somit könnt ihr nicht nur einzelne isolierte Rennen in diesem enorm

"Aus diesen Rohren darf gefeuert werden (Auszug)"

- Kleinkaliberpistole - Schrotgewehr - Vollautomatisches Schrotgewehr - MP5 - Diverse Maschinengewehre - Mini-Gun - Panzerfaust

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unterhaltsamen Modus bestreiten, sondern euch der ganzen Gangster Geschichte stellen. Der teilweise extrem hohe Schwierigkeitsgrad lässt sogar vermuten, dass das Spiel gänzlich auf den Zwei-Spieler Modus ausgerichtet wurde. Wer die Missionen komplett alleine angeht, fühlt sich leider schnell ein wenig überfordert.

Technisch ansprechend
187 Ride or Die überzeugt auch in technische Hinsicht - sowohl die Fahrzeuge als auch die animierten Insassen können sich sehen lassen. Wird ein Nitro gezündet, hinterlässt das davonschnellende Vehikel eine Leuchtspur auf dem Asphalt. Soundtechnisch wird auch niemand

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enttäuscht - die Soundkulisse kann jedoch nicht ganz mit dem guten Hip Hop Soundtrack mithalten, der exklusiv von der Band Guerilla Black beigesteuert wurde.

Onlinemodus
Abgerundet wird das Spiel sowohl für Playstation 2 als auch für XBox mit einem Onlinemodus, der euch wahlweise alleine oder zu Zweit die Möglichkeit gibt, gegen Spieler bzw. Teams auf der ganzen Welt anzutreten.

Die Kombination aus Waffenbeschuss und fahrerischem Können macht jedes Rennen einzigartig und unberechenbar. Im Gegensatz zu vielen anderen

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Rennspielen lässt sich hier kaum vorhersagen, wer am Ende als Erster die Ziellinie überquert - im Test haben wir das als durchaus erfrischend empfunden!"Der Fuhrpark in 187 Ride or Die"

Die Fahrzeuge unterscheiden sich in den Bereichen Tempo, Handling und Panzerung. Schnelle Sportwagen sind nur schwach gepanzert, während träge SUVs einiges aushalten, bevor sie explodieren. Hier die vier Fahrzeugklassen im Überblick:

- Sportwagen - Muscle Cars - Pickups - SUVsPro&Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Forderndes und ausgewogenes Gameplay + Gutes Fahrmodell (arcadelastig!) + Rasant + Passende Musik + Gelungene Präsentation + Günstiger Preis + Sehr unterhaltsamer Team-Modus

Contra:
- Keine lizenzierten Fahrzeuge - Kein Tuning - Story-Modus beschränkt sich auf das RenngeschehenPro&Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Forderndes und ausgewogenes Gameplay + Gutes Fahrmodell (arcadelastig!) + Rasant + Passende Musik + Gelungene Präsentation + Günstiger Preis + Sehr unterhaltsamer Team-Modus

Contra:
- Keine lizenzierten Fahrzeuge - Kein Tuning - Story-Modus beschränkt sich auf das Renngeschehen