Der südkoreanische Profi-'StarCraft 2'-Spieler Kim "viOLlet" Dong Hwan ist der allererste StarCraft-Pro-Gamer, der ein P-1-Visum für die Einreise in die USA erhalten hat - ein Visum, das normalerweise an Leistungssportler vergeben wird.

StarCraft 2: Wings of Liberty - Südkoreanischer 'StarCraft 2'-Spieler erhält P-1-Visum für Leistungssportler

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Sind professionelle 'StarCraft 2'-Spieler Leistungssportler?
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Wieviel weiter andere Länder Deutschland in Sachen eSport voraus sind, hatte sich bereits im August gezeigt, als die Vereinigten Staaten dem professionellen 'League of Legends'-Spieler Danny 'Shiphtur' Le aus Kanada ein P-1-Visum ausstellte, damit er mit bei einem US-Team anheuern konnte. Riot Games, der Entwickler des Spiels hatte sich persönlich für Danny Le eingesetzt.

Damit zeigte die U.S. Citizenship and Immigration Services, also die Einwanderungs- und Ausländerbehörde der Vereinigten Staaten, dass sie das Thema eSport ernst nehmen und professionelle eSportler mit Leistungssportlern gleichsetzen.

Und nun hat mit Kim "viOLlet" Dong Hwan der erste professionelle 'StarCraft 2'-Spieler aus Südkorea ein P-1-Visum für die Vereinigten Staaten erhalten. Den befreienden Anruf erhielt der 23-jährige eSportler am 9. Dezember. Mit diesem Visum wird es ihm erlaubt, die nächsten fünf Jahre in den USA zu leben und dort Geld zu verdienen. Doch für Kim "viOLlet" Dong Hwan stand weit mehr auf dem Spiel, wie Andrew Tomlinson von seiner Agentur Cyber Solutions Agency mitteilt. "Für Kim ging es ums Ganze. Entweder erhielt er das Visum oder er wäre zum Militär berufen worden."

In Südkorea besteht verständlicherweise noch immer ein gesetzlich vorgeschriebener Militärdienst. Ab 18 Jahren kann man sich freiwillig melden. Zwischen 20 und 30 Jahren wird man gesetzlich einberufen. Die Dienstzeit variiert je nach Streitkraft und kann zwischen 24 Monaten und 28 Monaten dauern.

Die Bestätigung, dass er nun das P-1-Visum erhält, ist auch insofern eine gute Nachricht, da ihm in der Vergangenheit bereits dreimal ein Studentenvisum verwehrt wurde, und er dadurch jedes Mal wichtige Turniere verpasste.

Sein Manager Tomlinson, der bereits 5000 Dollar für Anwaltskosten und Anträge ausgegeben hat, gab dennoch nie auf. Und siehe da, mit dem P-1-Visum für Danny 'Shiphtur' Le öffnete sich eine Tür, eine Chance, die er nicht ungenutzt lassen wollte.

Tomlinson verfasste ein zehnseitiges Schreiben, in dem er begründete, was eSports bedeutet und rief die Industrie dazu auf, Kim Dong Hwan zu unterstützen. Daraufhin schrieb Blizzards Chief Operating Officer Paul Sams ein Empfehlungsschreiben. Auch Russell Pfister, CEO der North American StarLeague, Marcus 'DjWheat' Graham, Senior Manager of Partnerships des Streaming-Dienstes Twitch und Ryan 'Fwiz' Wyatt, Head of eSports bei Machinima beteiligten sich.

Gemeinsam schafften sie das fast Unmögliche: Die Anerkennung Kim "viOLlet" Dong Hwans als Leistungssportler.

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