17 Jahre ist es her, dass mit StarCraft ein Echtzeitstrategiespiel veröffentlicht wurde, dessen Multiplayer noch Jahre später Spieler aus aller Welt angelockt hat. Seit letzter Woche hat Blizzard die Tore zum Multiplayer-Teil des neuesten und voraussichtlich letzten Teils der Reihe für ausgewählte Spieler geöffnet. Was wir bisher in der Beta erlebt haben, erfahrt ihr hier.

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Nachdem sich Wings of Liberty und Heart of the Swarm thematisch um die beiden anderen Fraktionen der Reihe gedreht haben, Terraner und Zerg, kommt die epische Geschichte um den Fortbestand allen Lebens im Universum mit den Protoss in diesem Teil zu einem Ende. Doch wie die finale Schlacht gegen die Xel'Naga endet und ob Terraner, Zerg und Protoss im Anschluss friedlich miteinander weiterleben können, oder der endlose Krieg weitergeht, werden wir wohl erst mit dem Release des Spiels erfahren.

Der Multiplayer kommt mit einigen Änderungen daher, die wohl größte ist der neue Spielmodus, der Archon-Modus, mit neuen Herausforderungen und Möglichkeiten. Hier steuern zwei Spieler eine Armee und können parallel Entscheidungen treffen. Blizzard erhofft sich dadurch neuen Spielern leichteren Zugang zu ermöglichen, indem diese sich mit Veteranenspielern zusammentun und von diesen direkt Tipps, Tricks und aktive Hilfe bei Basenbau, Verteidigung und Angriff erhalten.

StarCraft 2: Legacy of the Void - Noch einen Gang höher

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In Legacy of the Void findet die Geschichte ihren (vorläufigen) Abschluss.
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Ob sich dieser Modus als neues Tutorial zum Anlocken von Spielern durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Zu groß ist die Gefahr, dass unerfahrene Spieler mit der Geschwindigkeit des Spiels und der anderen Spieler nicht mithalten können und wieder mehr in eine Zuschauerrolle verfallen, in der sie sich das Spiel nur ansehen.

Geschwindigkeit ist ein weiterer Punkt in den Änderungen, diese wurde deutlich erhöht. Zum Einen startet jeder Spieler jetzt mit zwölf Arbeitern statt der üblichen sechs, um schnelleres Ressourcensammeln und Basenbau zu ermöglichen. Zum Anderen wurden die verfügbaren Ressourcen pro Vespingeysir und Mineralienfelder angepasst. Von der Hälfte der Felder können nur noch 750 Einheiten geerntet werden, die anderen Felder sind unverändert und auch die maximale Menge pro Vespingeysir wurde auf 1.700 verringert. Damit müssen Spieler schneller und aggressiver expandieren, um ihre Armeen zu vergrößern.

Bei den Armeen wurden viele Kleinigkeiten geändert und es warten neue Einheiten, Mobilität scheint für Blizzard hier im Fokus zu stehen. Auf die Terraner wartet mit dem Zyklon eine neue Fernkampfeinheit mit einer derzeit noch sehr starken Fähigkeit. Mittels „Erfassen“ nimmt der Zyklon eine feindliche Einheit ins Visier und greift die nächste Zeit ausschließlich diese an, beide Einheiten behalten ihre volle Bewegungsfreiheit und das Ziel von „Erfassen“ kann frei handeln. Die einzige Möglichkeit diesen Angriff vorzeitig zu beenden ist, wenn sich beide Einheiten zu weit voneinander entfernen. Eine zweite Einheit will Blizzard nach Feedback der Beta-Tester einführen, um eine effektive Verbesserung im Einheitenroster der Armee herbeizuführen.

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Die neuen Einheiten fügren sich gut ins Gesamtbild ein.
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Belagerungspanzer können jetzt im Belagerungsmodus transportiert und an einer neuen Position abgesetzt werden, um feindlichen Angriffen besser begegnen zu können und der Schwere Kreuzer erhält mit dem taktischen Warpsprung eine Fähigkeit, durch die er auf jeden beliebigen Ort an der Karte teleportiert werden kann.

Auf Zerg und Protoss warten jetzt schon zwei neue Einheiten. Mit dem Verheerer erhalten die Zerg eine neue Bodeneinheit, die mit ihrer Spezialfähigkeit „Ätzende Galle“ normalen Schaden an Einheiten im Zielbereich verursacht, zusätzlich aber auch noch jedes Kraftfeld vernichtet, das von dem Angriff betroffen wird. Ein zusätzlicher Konter gegen die Fähigkeit des Protektors aus den Reihen der Protoss. Der Schleicher fand seinen Weg bereits im Einzelspielermodus von Heart of the Swarm in das Roster der Zerg und ist jetzt wieder mit von der Partie. Als Belagerungseinheit greift er im eingegrabenen Zustand Bodeneinheiten an und verursacht ordentlich Flächenschaden.

Mehr Geschwindigkeit und Mobilität werden für neue Spieler noch eine zusätzliche Hürde, im Wettkampf aber für zusätzliche Action sorgen.Ausblick lesen

Für die Protoss betritt mit dem Adepten eine neue Fernkampfeinheit das Schlachtfeld, die mittels Psi-Transfer ein unverwundbares Abbild seiner selbst erschafft und dieses frei bewegen kann. Nach sieben Sekunden bewegt sich der Adept automatisch an die Position des Abbildes. Gut geeignet um die feindlichen Arbeiter schnell aufs Korn nehmen zu können, sonst ist der Adept bisher noch keine gute Option zum Bauen.

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Die Protoss machen spielerisch schon einiges her - sicherlich wird die Kampagne dem in nichts nachstehen.
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Der Disruptor braucht für einen effektiven Einsatz ein sehr gutes Timing, ermöglicht aber mit seiner Fähigkeit „Psi-Nova“ neue Taktiken. Während diese Fähigkeit aktiv ist, ist der Disruptor unverwundbar und bewegt sich schneller. Nach kurzer Zeit setzt er eine Energiewelle frei und verursacht Flächenschaden an Einheiten um ihn herum, ist dann aber wieder verwundbar. Eine starke Fähigkeit für Engpässe und um feindliche Armeen zu teilen und zu besiegen.

Bei weiteren Einheiten wurden passive Fähigkeiten entfernt oder abgeschwächt und durch aktive Fähigkeiten ersetzt. So können zum Beispiel die Orakel der Protoss mit der Stasisfalle größere Einheitenverbände gegnerischer Armeen in Stasis versetzen und damit für eine Weile komplett stoppen und der Schild des Unsterblichen wurde entfernt und durch einen aktiven Schild ersetzt, der für eine kurze Zeit eine hohe Menge Schaden absorbiert. Der Zerg-Schwarmwirt verteilt seine Schrecken jetzt auch ohne eingegraben zu sein und mit einem Upgrade lernen diese zu fliegen.